Was bringen Viralmailer wirklich?

Oktober 5, 2017
viralmailer

Letzten Monat habe ich euch in diesem Beitrag das Affiliate Kickstarter System von Torsten Jäger vorgestellt – eine voll automatisierte Verkaufsmaschine, die den Einstieg in das Online Marketing erleichtern soll.

Der Hersteller empfiehlt beim Einrichten den Einsatz so genannter Viralmailer. Das sind Dienste über die du tausende von Werbemails senden kannst. Ich habe einige dieser Viralmailer ausprobiert, inzwischen erste Erfolge damit erzielt und natürlich fleißig Buch geführt. Mit den gewonnenen Zahlen lässt sich inzwischen einigermassen sagen, welche dieser Viralmailer wirklich gut sind und welche nicht. Diese Ergebnisse will ich euch nicht länger vorenthalten.

44 Kunden in nur 17 Tagen

Am 18. September 2017 um 09:15 Uhr lockte ich zum ersten Mal Menschen mit Hilfe eines Viralmailers auf die mit dem Affiliate Kickstarter System erstellte Landingpage. Heute ist der 4. Oktober, es sind also insgesamt 17 Tage vergangen.

Goolux24, das mit dem Affiliate Kickstarter System verknüpfte E-Mail-Marketing-Programm, bescheinigt mir auf der Startseite 44 Eintragungen auf der Landingpage. Anders ausgedrückt haben 44 Menschen meinen Laden betreten. Den Beweis seht ihr hier:

goolux24

Wie ihr seht, habe ich das günstige Basic-Paket im Einsatz, alleine am heutigen Tag kamen vier Neukunden dazu.

Weil ich bis jetzt keine anderen Werbemaßnahmen durchgeführt habe, stammen die 44 Kontakte ausschließlich von den Viralmailern. Damit hast du schon mal ein Gesamtbild der Situation.

Jetzt müssen wir, mit Hilfe von Goolux24, nur noch ermitteln welcher Viralmailer wieviele dieser Neukunden gebracht hat.

Der mit Abstand beste Viralmailer

Die mit Abstand meisten Kunden, 15 an der Zahl, konnte ich mit dem Solo Mailer gewinnen. Laut Goolux24 haben 123 Menschen auf meinen Werbelink geklickt, 15 davon haben sich auf der Landingpage eingetragen. Daraus errechnet das Programm eine Konversionsrate von 12,2 Prozent.

solomailer

Das freut mich für die Betreiber, denn der Solo Mailer gewinnt auch bei der Bedienbarkeit. Es gibt dort keine nervigen Werbeeinblendungen, man wird nicht mit überflüssigen Features genervt. Die Oberfläche des Solo Mailer wirkt aufgeräumt, bereits geschriebene Mails werden automatisch gesichert, so dass ich sie nicht jedes Mal neu schreiben muss.

solomailer1

In der kostenlosen Variante kannst du beim Solo Mailer 10 Prozent aller dort eingetragenen Nutzer erreichen. Solo Mailer schwindelt dir auf der Webseite 2.500 Nutzer vor, in Wirklichkeit sind es aber nur 1.245 Nutzer.

Woher ich das weiß? Ich habe einmalig 99 Euro für eine Gold-Mitgliedschaft bezahlt und darf jetzt täglich eine Mail an alle Mitglieder senden. Solo Mailer zeigt nach dem Versand an wieviele Menschen die Mail erhalten haben. Die Zahl schwankt immer ein bisschen, in den meisten Fällen zeigt das Tool 1.245 verschickte Mails an.

Möchtest du kostenlos versenden, kannst du mit dem Solo Mailer pro Tag etwa 124 Mails raushauen. In einer Woche erreichst du somit 868 Empfänger. Ich rechne hier mit einer 7-Tage-Woche, denn ich haue meine Mails auch an Wochenenden raus.

Als Gold-Mitglied kannst du pro Tag 1.245 Mails senden, macht 8.715 pro Woche. Bei dieser Menge hast du eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit, dass sich jemand auf deiner Landingpage einträgt. Ich kann dir die Gold-Mitgliedschaft uneingeschränkt empfehlen, für eine gleichwertige Facebook-Werbung würdest du erheblich mehr Geld bezahlen.

Einen Tipp zur besten Sendezeit kann ich dir hier auch geben. Ich habe verschiedene Zeiten ausprobiert und die besten Erfahrungen mit 10 Uhr vormittags gemacht.

Wenn Du den Solo Mailer ausprobieren möchtest, klicke auf diesen Link

Viralmails.de – Gut und günstig

Viralmails.de war der erste Viralmailer, den ich ausprobiert habe. In der kostenlosen Version kannst du damit alle 7 Tage 500 Werbemails verschicken. Alternativ klickst du auf Mails, die du von anderen Absendern bekommst und verdienst dir damit die zum Verschicken notwendigen 500 Punkte.

Weil ich bereits beim ersten, kostenlosen Versuch einen Kunden gewinnen konnte, habe ich mich auch bei Viralmails.de für eine Gold-Mitgliedschaft entschieden. Die kostet mich 7 Euro im Monat, das sind 84 Euro im Jahr. Als Gold-Mitglied darf ich alle 5 Tage 1.000 Mails rausschicken.

Laut Goolux24 hat mir dieser Viralmailer bis jetzt 4 Neukunden gebracht. Die Konversionsrate liegt bei nur 2,52 Prozent. Wie du siehst, ist der Abstand vom erstbesten zum zweitbesten Viralmailer gewaltig.

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Die meisten Viralmailer verwenden ein identisches Skript, deshalb entspricht die Bedienung von Viralmails.de dem allgemein bekannten Standard. Du wirst mit den üblichen Angeboten genervt und darfst keine Webadressen in die Email schreiben. Stattdessen musst du den Platzhalter #CREDITLINK# verwenden.

Ein nettes Feature bei Viralmails.de: Wenn Du diesen Dienst anderen Leuten empfehlen möchtest, kannst Du den Werbelink automatisch verkürzen lassen. Klickst Du auf diese Funktion, wirst du automatisch zu TinyURL weitergeleitet und erhältst dort den gekürzten Link.

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Wegen der (noch) geringen Anzahl neuer Kunden kann ich zur besten Sendezeit wenig Angaben machen. Erfahrungsgemäß erhalte ich bessere Reaktionen wenn ich meine Mails außerhalb der üblichen Bürozeiten verschicke. Aber wie gesagt, vier Eintragungen sind zu wenig für eine vernünftige Messung.

Wenn Du Viralmails.de ausprobieren möchtest, klicke auf diesen Link

Crunchingbase – Der günstigste Anbieter von allen

Den Viralmailer Crunchingbase habe ich auf Ebay entdeckt. Die Betreiber verkauften dort eine halbe Million Werbepunkte für schlappe 19 Euro. Der Versand einer einzelnen Mail kostet 5 Punkte, demzufolge kann ich für das Geld insgesamt 100.000 Mails versenden. Das ist eine Menge Holz. Hin und wieder bekomme ich kostenlose Werbepunkte geschenkt, mein Punktestand geht nur ganz langsam runter.

Wann und wie oft du dort Mails verschickst, bleibt dir überlassen. Dir werden einfach die benötigten Werbepunkte abgezogen bis das Konto leer ist. Du kannst einstellen wie lange ein Besucher auf deiner Landingpage bleiben muss, damit er von Crunchingbase ausgezahlte Werbepunkte erhält. Ich wähle hier immer 10 Sekunden, das reicht locker aus, um den Text auf meiner Webseite zu lesen und nervt den Nutzer nicht unnötig.

Crunchingbase ist der einzige Viralmailer, bei dem du eine bestimmte Zielgruppe einstellen kannst. Machst du beispielsweise Werbung für das Affiliate Kickstarter System, wählst du als Zielgruppe „Geld verdienen“ aus.

Optisch befindet sich die Seite auf dem Stand von 1980, die Bedienung ist wie bei den meisten Viralmailern etwas verwirrend. Geschriebene Mails werden 14 Tage lang gespeichert, so dass du sie sofort neu verschicken kannst.

Bei den kostenpflichtigen Anbietern ist Crunchingbase mit weitem Abstand der Günstigste. Im Test brachte mit dieser Anbieter zwei Kunden, die Konversionsrate liegt bei nur 0,18 Prozent.

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Wie du siehst, brachte mir Crunchingbase wahnsinnig viele Besucher aber nur wenige Kontakte. An der Landingpage kann es nicht liegen, von den anderen Viralmailern weiß ich, dass die gut konvertiert.

Um die Ursache des Problems herauszufinden, maskierte ich den Werbelink mit Bit.ly und ließ mir dort anzeigen woher die Besucher stammen.

crunchingbase

Bevor ich Crunchingbase einsetzte, gab es keinen einzigen russischen Besucher auf meiner Landingpage. Danach tauchten fast 2.000 auf. Es ist offensichtlich, dass mir der Dienst zahlreiche ausländische Besucher schickt.

Das erklärt die niedrige Konversionsrate. Die Russen klicken auf meinen Werbelink, weil sich sich Punkte verdienen möchten. Sie tragen sich aber nicht auf der Landingpage ein, weil sie dort die deutschen Texte nicht lesen können und wohl auch keine Angebote in dieser Sprache bekommen möchten.

Diesen Viralmailer kann ich nur bedingt empfehlen. Er bringt dir irrsinnig viel Traffic, aber leider auch ausländischen, der dir nichts nützt.

Wenn Du Crunchingbase ausprobieren möchtest, klicke auf diesen Link

Werbemail24 – Deutlich höhere Konversionsrate

Dieser Anbieter brachte mir auch zwei Kunden, es waren aber deutlich weniger Klicks dafür notwendig, was die verhältnismäßig hohe Konversionsrate widerspiegelt.

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Weil ich nur im Markt Geld verdienen tätig bin, weiß ich nicht wie gut andere Produkte dort funktionieren. Es gibt aber offensichtlich eine Menge Leute bei Werbemail24, die sich für mein Thema interessieren.

Bedienung und Aussehen der Seite entsprechen dem üblichen Standard. Ich nutze nur den kostenlosen Account, damit kann ich einmal pro Woche 500 Mails verschicken.

Was bei diesem Anbieter ein wenig nervt: Bevor ich die Mails verschicken kann, muss ich 10 Werbemails anklicken. Immerhin werden bereits verschickte Mails gespeichert, so dass ich mir das neu schreiben sparen kann. Bei den verschickten Mails zeigt der Dienst auch eine Statistik, so dass du kinderleicht herausfinden kannst welche Mail besonders gut funktioniert.

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Wenn Du Werbemail24 ausprobieren möchtest, klicke auf diesen Link

Proadz – Erst klicken, dann werben

Einen weiteren Kunden brachte mir Proadz, ein Standard-Viralmailer, der sich von den Funktionen mit Werbemail24 vergleichen lässt. Auch hier musst du zuerst 10 Werbemails anklicken, bevor du selbst Mails versenden kannst. In der kostenlosen Variante erreichst du maximal 400 Mitglieder im Monat.

Die Werbepunkte auf deinem Account werden auch ohne nervige Klickerei wieder aufgefüllt, du musst als Gratisnutzer einfach nur warten bis wieder 400 Punkte auf dem Konto sind.

Auch bei Proadz darfst du keine normalen Links in die Mail schreiben. Verwende immer den Platzhalter #CREDITLINK#.

Die Konversionsrate war bei mir mit 9,09 Prozent recht gut.

Wenn Du Proadz ausprobieren möchtest, klicke auf diesen Link

Weitere Viralmailer, die ich ausprobiert habe

Neben den genannten Viralmailern habe ich außerdem noch Maximails, Profimail, Tsunamimailer, Viralemail, Viraltornado und Werbedigital ausprobiert.

Diese Dienste brachten mir entweder nur einen oder gar keinen Kunden, die Konversions- und Klickraten waren nicht der Rede wert. Ich nutzte bei diesen Viralmailern nur kostenlose Accounts.

Das Prinzip der schieren Masse

Generell kann ich zu den Viralmailern folgendes sagen: Sie eignen sich sehr gut für den Aufbau einer eigenen Email-Liste. Anfänger, die noch keine eigene Liste haben, sollten auf alle Fälle diese Möglichkeit nutzen. Das sagt auch Torsten Jäger, der Erfinder des Affiliate Kickstarter Systems.

Viralmailer arbeiten mit dem Gießkannen-Prinzip. Es geht darum möglichst viele Empfänger zu erreichen. Haust du mit Viralmailern 10.000 Werbemails raus, sind garantiert zwei oder drei Empfänger darunter, die sich für dein Angebot interessieren. Aber eben nicht mehr.

Genau diese Eigenschaft ist der Unterschied zur Werbung auf Facebook oder Google. Mit diesen Diensten kannst du gezielt Leute ansprechen, die sich für deine Produkte interessieren oder sogar eine konkrete Kaufabsicht haben. Weil dir zielgerichtete Werbung deutlich mehr Kunden bringt, ist sie teurer als die Viralmailer, die nach dem Gießkannen-Prinzip funktionieren.

Suche dir am besten zwei oder drei Viralmailer aus, die einigermaßen gut bedienbar sind und kaufe dir bei diesen Diensten eine kostenpflichtige Mitgliedschaft. Damit ist garantiert, dass du jeden Tag ein paar tausend Werbemails versenden kannst.

Zusätzlich fütterst du noch fünf oder sechs kostenlose Viralmailer. Mit ihnen kannst du nochmal 1.000 bis 2.000 Mails im Monat raushauen.

Ich versende pro Woche etwa 11.000 Mails mit den kostenpflichtigen Diensten, weitere 2.000 kommen über die kostenlosen Viralmailer hinzu. Selbst bei einer richtig miesen Konversionsrate von 0,01 Prozent kann ich mit dieser Methode in einer Woche 13 neue Kontakte in meiner eigenen Email-Liste sammeln. Im Monat macht das immerhin 52 Kontakte. Auf das Jahr hochgerechnet sind das 624 Kontakte.

Je mehr Kontakte sich in der eigenen Liste befinden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit eines Kaufs. Erziele ich Einnahmen, kann ich einen Teil dieses Geldes in andere Werbeformen, beispielsweise die zielgerichtete Facebook-Werbung stecken und noch mehr Geld verdienen.

Viralmailer sind kein Allheilmittel und auch kein Erfolgsrezept für die erste Million. Sie helfen dir aber massiv beim Starten eines eigenen Online Business. Außerdem sind sie deutlich günstiger als andere Werbeformen. Ich kann dir nur empfehlen wenigstens ein paar dieser Dienste zu nutzen.

One comment on “Was bringen Viralmailer wirklich?

  1. Markus sagt:

    Hallo lieber Markus, das hast du alles sehr schön geschrieben, ich bin begeistert.:-) Nur zu Werbemail24 etwas, da brauchst du vor dem senden keine Mails abklicken. Da hast du bestimmt etwas verwechselt. Was ja passieren kann und nicht schlimm ist 🙂
    Viele liebe Grüße
    Markus

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