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Fallstudie: Wie Niklas Pedde mit Instagram sein Traumleben in Dubai finanziert [Update]

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Weil meine Fallstudie über Sergio Westphal großen Anklang bei euch fand, will ich euch heute eine weitere präsentieren. Diese hier handelt von einem 16-jährigen Jungen namens Niklas Pedde, der davon träumt nach Australien zu reisen und am Ende wesentlich mehr bekommt als er wollte.

Niklas wächst in Norddeutschland auf und macht am Beginn seiner außergewöhnlichen Reise was alle Jungen in seinem Alter tun. Er geht zur Schule, spielt Fußball, sieht fern und zockt Computerspiele.

Er träumt von einer Reise nach Australien, aber ihm fehlt das nötige Kleingeld. Noch während der Schulzeit lernt Niklas die Welt der Arbeitnehmer kennen. Er opfert seine Schulferien, steht jeden Morgen um sechs Uhr früh auf und arbeitet acht Stunden täglich, um sich den Reisetraum zu erfüllen.

Niklas beißt sich durch, verdient sein Geld und fährt schließlich mit 18 nach Australien. Aber das ist nicht das Ende. Genau gesagt, beginnt seine Geschichte erst ab hier interessant zu werden…

Der Tag, an dem Niklas Pedde Instagram entdeckt

Die Arbeit lehrt Niklas, dass man alles erreichen kann, wenn man sich anstrengt. Aber ihm gefällt es nicht die Befehle anderer zu befolgen. Er will frei sein und sein Geld auf andere Weise verdienen.

Er beginnt nach alternativen Wegen zu suchen und entdeckt dabei das Verkaufen auf Instagram. Rein technisch gesehen, geht es darum sich dort eine solide Anzahl Follower aufzubauen und diesen Menschen Produkte zu verkaufen.

Genau danach hat Niklas gesucht! Er schaut zahlreiche Videos auf YouTube, liest Bücher und Blogs und versucht so viel wie möglich über Instagram und die dazu passenden Verkaufsmethoden herauszufinden.

Aufbruch nach Dubai

Niklas baut mehrere Themen-Accounts auf, die sich allesamt um Reichtum, Erfolg und Geld verdienen, drehen. Häufig tragen diese Accounts auffällige Namen wie fuckmillionsmakebillions, um maximale Aufmerksamkeit bei den Nutzern zu erzeugen.

In den ersten Monaten konzentriert sich Niklas Pedde nur auf den Aufbau von Followern. Er geht dabei sehr zielgerichtet und pragmatisch vor. Wissenslücken schließt er mit den Büchern bekannter Verkaufsstrategen, darunter Gary Vaynerchuk und Russell Brunson, auch auf Google und YouTube findet er relevante Infos, die sich Stück für Stück zu einer Strategie zusammenfügen.

Mit den gelernten Methoden schafft er es innerhalb von acht Monaten 10.000 Follower aufzubauen und 1.000 Euro zu verdienen.

Sein Hunger wächst, er baut seine Accounts aus und lernt weitere Strategien, vor allem von Russell Brunson, dessen Produkt Clickfunnels Niklas über seinen Instagram-Account empfiehlt.

Mit 18 zieht Niklas Pedde nach Dubai und beginnt einen persönlichen Instagram-Account aufzubauen. Dort zeigt er Bilder von seinem neuen Leben und verkündet, dass ihm Instagram dabei geholfen hat, dieses Traumleben zu führen. Seine Follower sehen ihn beim Jetski-Fahren, vor dem Burj Kalifa oder beim Essen mit Freunden. Alles wirkt wie ein hübscher Urlaub, nur dass es sich hier um eine Art Dauerurlaub handelt.

Der Umzug in die Arabischen Emirate ist für den Jugendlichen nicht leicht, viele Erwachsene würden daran scheitern. Auch hier geht Niklas zielgerichtet und pragmatisch vor. Er informiert sich im Internet über die Auswanderung und holt sich Hilfe, wann immer es nötig ist.

Niklas Pedde wird zur Marke

Sein persönlicher Account wird für Niklas Pedde immer mehr zum Dreh- und Angelpunkt. Er weiß, dass viele Menschen von einem Luxusleben in Dubai träumen und will ihnen einen Weg dorthin zeigen.

Die Idee für einen eigenen Online-Kurs entsteht, aber dieser Kurs soll wirklich hochwertig sein und maximalen Nutzwert liefern.

Als Mentor für die weiteren Schritte wählt Niklas den Münchner Branding- und Social Media Experten Torben Platzer, dessen Buch Living A Selfmade Life gerade die Spiegel-Bestsellerliste erobert. Platzer betreibt zwei erfolgreiche Accounts auf Instagram, torbenplatzer und torbenplatzerraw. Dazu kommt ein Kanal auf YouTube und ein Podcast.

Platzer hat sich auf den Aufbau starker Personenmarken spezialisiert, ein Ziel, das auch Niklas erreichen will.

Drei Monate nach seinem Umzug nach Dubai sitzt Niklas wieder im Flugzeug. Das Ziel: Kapstadt, wo Torben Platzer ein hochpreisiges Coaching veranstaltet.

Das Investment zahlt sich schnell aus. Mit den neu gelernten Strategien kann sich Niklas immer besser als Personal Brand präsentieren und immer mehr Produkte über Instagram verkaufen. Laut eigenen Angaben schafft er es innerhalb von 45 Tagen eine Million US-Dollar Umsatz über Instagram zu erwirtschaften. Dafür erhielt er eine besondere Auszeichnung von Clickfunnels, den 2 Comma Club Award.

Zu diesem Zeitpunkt ist Niklas Pedde gerade mal 18 Jahre alt.

Die Gründung der Instagram University

Niklas Pedde weiß, dass er sich ungeheuer wertvolles Wissen angeeignet hat. Er weiß auch, dass die Menschen, die ihm folgen gerne so leben würden wie er. Und er hat Beweise, dass er all das, was er behauptet, tatsächlich zu Stande gebracht hat. Was liegt näher als dieses Wissen zu verkaufen?

Er baut seine Instagram University auf, einen englischsprachigen Kurs, der zeigt, wie man die ersten 1.000 Euro auf Instagram verdient. Mit umgerechnet 8 Euro ist der Kurs nicht allzu teuer, der Käufer erhält dafür über 60 Lernvideos, die in Kategorien wie “Branding Secrets” und “Golden Blueprint” einsortiert sind.

Wer den Einsteiger-Kurs gemeistert hat, bekommt die Instagram University Pro angeboten. Sie ist deutlich teurer, der Kunde erhält neben über 100 Stunden Videomaterial zahlreiche Tools und fortgeschrittene Techniken, die den Instagram-Account und die Einnahmen weiter wachsen lassen.

Um die Studenten der Pro Universität kümmert sich Niklas persönlich. Ein 60-minütiges Gespräch mit dem Kursleiter ist inbegriffen. Er schaut sich dabei ganz konkret deinen Instagram-Account an und sagt dir, was du wie verbessern solltest.

Ist das wirklich ein Weg aus dem Hamsterrad?

Niklas Pedde ist inzwischen über 20 Jahre alt. Sein Geschäft floriert weiterhin, das Geld strömt nur so herein. Aber es ist Arbeit, viel Arbeit. Er kann an gewissen Stellen Freiberufler engagieren oder Leute einstellen, aber das meiste macht er nach wie vor selbst.

Auf seinem Instagram-Account sehe ich viele Motivations- und Durchhalte-Sprüche, die von bekannten Vertretern der Hustle-Kultur stammen. Nur gelegentlich erscheinen Zitate von Freidenkern, die tatsächlich dem Hamsterrad entkommen möchten und stets versuchen die eigene Arbeit zu reduzieren ohne dabei finanzielle Verluste zu erleiden.

Keine Frage, es erfordert gewaltig viel Zeit und Arbeit sich ein Instagram Business aufzubauen. Die Frage, die sich mir stellt ist, ob diese Arbeit jemals enden wird und ob sich Menschen wie Niklas nicht nur einfach in ein moderneres Hamsterrad manövriert haben.

Die Follower auf Instagram müssen ständig bei Laune gehalten werden. Das bedeutet jeden Tag posten, posten, posten. Sowohl das soziale Netzwerk als auch seine Nutzer erwarten immer höherwertigen Content, zu den Bildern und Texten kommen inzwischen Videos, Storys und Reels hinzu.

Daneben muss sich Niklas Pedde auch noch um den Erhalt und Ausbau seiner Marke kümmern, Meetings organisieren, Mitarbeiter briefen und vieles mehr.

Nachdem ich mich mit ihm über die erste Version dieses Blogbeitrags unterhalten habe, wundert es mich ein wenig, dass Niklas das ultimative Ziel der meisten New-Age-Unternehmer nicht kennt und auch nicht sonderlich viel von den Gründern dieser Bewegung hält.

Entrepreneure wie Günther Faltin und Tim Ferris würden nie ein Unternehmen gründen, um ständig darin und daran zu arbeiten. Von Ferris stammt der Begriff der “Muse”. Das ist ein Vehikel, das vollautomatisch Geld erwirtschaftet und dadurch seinem Besitzer maximale Freiheit in allen Bereichen verschafft. Etwas anderes sollte ein Unternehmen niemals sein.

Eng damit verwandt ist das “Management by Absence”. Hier nimmt sich der Unternehmer durch Delegieren und Automatisieren immer stärker aus dem eigenen Betrieb heraus, bis seine Aufgabe nur noch darin besteht das eigene Bankkonto wachsen zu sehen.

Wäre es nicht sinnvoll, ein Instagram Business wie das von Niklas Pedde mit den Methoden von Faltin und Ferris zu kombinieren und auf diese Weise etwas zu schaffen, das nicht nur mehr finanzielle sondern auch zeitliche Freiheit verschafft?

Wie geht die Geschichte von Niklas (vielleicht) weiter?

Niklas ging ganz bestimmt nicht nach Dubai, um zu “hustlen” oder um 16 Stunden täglich in der Tretmühle zu knechten. Er ging dorthin, um tolle Strände, Wüstenabenteuer und atemberaubenden Luxus zu genießen.

Dieses kleine Detail hat ihm der eingangs erwähnte Sergio Westphal voraus. Der kann sich tatsächlich einfach zurücklehnen und das Geld genießen, das ihm sein voll automatisiertes Geschäft beschert.

Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass ein geschäftstüchtiger und intelligenter Mann wie Niklas schon in wenigen Monaten den letzten noch fehlenden Baustein für seine ultimative zeitliche, örtliche und finanzielle Freiheit findet, sein bereits florierendes Unternehmen durch Automatisierung in eine echte “Muse” a la Tim Ferris umwandelt und dieses Wissen später an seine treue Kundschaft weitergibt.

Er wird dann selbst am Strand liegen, wissend, dass sein Geschäft auch ohne ihn perfekt läuft und endlich seinen Dubai-Traum in vollen Zügen genießen können, während eine zahlungskräftige Kundschaft auf ihre Monitore starrt und die Eingangsbotschaft liest:

Welcome to Instagram University 4.0

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