Kategorien
Reise finanzieren

Reise nach Australien finanzieren – Die 4 besten Wege

Startseite » Reise finanzieren » Reise nach Australien finanzieren – Die 4 besten Wege

Typisches Gespräch in einem Reisebüro:

Wo soll es hingehen?

Keine Ahnung. Empfehlen Sie mir was.

Wie wäre es mit Italien oder Mallorca?

Da war ich schon. Ich will mal was anderes erleben.

Vielleicht was Exotisches? Wie wäre es mit Thailand oder Australien?

Australien klingt super! Da wollte ich schon immer hin.

Der Reisebüromitarbeiter zieht ein paar Broschüren aus dem Regal und blättert ein bisschen herum. Papier raschelt.

Hier hätte ich was für Sie. Eine große Australien-Rundreise. Sie sehen Ayers Rock, das Great Barrier Reef, bekannte Städte wie Sydney und Melbourne und natürlich haben wir auch ein paar Tage zum Baden eingeplant.

Der Kunde sieht sich ein paar Bilder an.

Wow! Davon träume ich schon mein ganzes Leben. Wieviel kostet das denn?

7.960 Euro, wenn Sie zu zweit reisen. Ansonsten wäre noch ein Einzelzimmer-Zuschlag fällig.

Oh. Ääh. Na gut. Dann nehme ich halt doch wieder Italien…

Dieses Gespräch ist nicht komplett erfunden. Ich mache Werbefotos für Hotels und Reiseveranstalter und kenne auch zahlreiche Mitarbeiter von Reisebüros. Eine solche Mitarbeiterin hat mir auf der ITB Messe in Berlin erzählt, dass es wahnsinnig schwer ist einem Europäer eine Reise nach Australien zu verkaufen. Jeder möchte diese Reise haben, aber es scheitert immer an zwei Dingen: Zeit und Geld.

Die Rundreise in Australien kostet fast 8.000 Euro, deutlich mehr als die meisten Menschen in einem Monat verdienen. Und sie dauert 24 Tage. Ein Arbeitnehmer muss dafür fast seinen kompletten Jahresurlaub opfern.

Das ist der Grund, weshalb in Deutschland so gut wie nie eine Reise nach Australien verkauft wird. 

Es ist auch der Grund, warum es diesen Blog gibt. Ich möchte euch nicht nur tolle Reiseziele und Abenteuer zeigen, sondern auch Tipps geben, wie ihr richtig grosse Reiseträume finanzieren könnt. 

Oder auch kleinere. Die Methoden, die ich zeige, funktionieren genauso gut für kurze Wochenendtrips, Mikroabenteuer und den Familienurlaub am Gardasee.

Alles, was ihr auf diesem Blog lest, ist praxiserprobt. Ich habe die vorgestellten Reisen selbst wie beschrieben gemacht.

Wie also könnt ihr eine sehr teure und ordentlich lange Reise nach Australien finanzieren? Hier sind die vier besten Wege:

Das Geld für die Reise sparen

Das ist der Weg, den die meisten Menschen wählen. Weil es auf den ersten Blick der einfachste und logischste ist. Du legst einfach so lange Geld zu Seite, bis du dir den Australienurlaub leisten kannst.

Die Methode Geld sparen funktioniert vor allem bei Pauschalreisen, weil es einen festen Zeitraum und einen fixen Preis gibt. Du musst nur noch die Kosten für Essen, Souvenirs und ähnliche Dinge dazurechnen, um den tatsächlichen Gesamtpreis zu ermitteln. 

Bedenke auch, dass deine laufenden monatlichen Kosten zu Hause, zum Beispiel Miete und Versicherungen, weiterlaufen während du unterwegs bist. Die große Australienreise wird dich insgesamt wohl eher 10.000 Euro kosten.

Der Vorteil dieser Methode ist, dass du deinen Urlaub uneingeschränkt genießen kannst, während du unterwegs bist.

Der Nachteil ist, dass du wahnsinnig viel Disziplin brauchst, um das Geld für so eine Reise anzusparen. Du musst auf zahlreiche Dinge verzichten, zum Beispiel auf Kino oder das gemeinsame Essen mit Freunden. Je eiserner du sparst, desto schneller bist du in Australien. Aber es ist wahnsinnig schwer den zahlreichen Verlockungen zu widerstehen, denen du jeden Tag begegnest. Dazu kommt der soziale Druck, wenn sich deine Freunde beschweren, weil du nicht mehr jeden Bullshit mitmachst.

Ein weiterer Nachteil ist, dass dein Bankkonto leer sein wird, wenn du zurückkommst. Du musst wieder sparen, um es aufzufüllen.

Wenn du die Sparmethode in Betracht ziehst, mache dir auch Gedanken über die Rendite. Du verzichtest freiwillig auf alles Mögliche, deshalb sollte die Belohnung dafür wirklich fürstlich sein. Nur wenn du auf das größte Abenteuer deines Lebens hin arbeitest, wirst du die nötige Disziplin aufbringen, um das nötige Geld anzusparen.

Einen Remote Job suchen und aus der Ferne arbeiten

Vielleicht hast du schon einmal von digitalen Nomaden gehört. Das sind Leute, die freiberuflich online arbeiten und an jedem Ort der Welt Geld verdienen können – auch während einer Australien-Reise.

Für Pauschalreisen ist diese Methode in den meisten Fällen nicht geeignet. Du kannst nicht arbeiten und gleichzeitig das vorgefertigte Reiseprogramm absolvieren. Solltest du es doch irgendwie hinkriegen, kannst du die Reise nicht genießen, weil du arbeiten musst während sich die anderen an der Hotelbar amüsieren.

Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass es sehr schwer ist, Fernarbeit und Reisen unter einen Hut zu bringen, wenn du wie ein normaler Tourist reist.

Wenn ich einen Trip nach dieser Methode mache, suche ich mir zunächst eine Unterkunft im Zielland, meistens eine Ferienwohnung oder ein kleines Haus am Strand. Damit habe ich eine feste Basis, in der ich mir einen gemütlichen Arbeitsplatz einrichten und meine Zeit einteilen kann. Den Vormittag verbringe ich am Strand, ab Mittag, wenn die Sonne richtig heiss herunterbrennt, ziehe ich mich in die gekühlte Ferienwohnung zurück und arbeite. Abends gehe ich nochmal raus, entweder zur Strandbar oder nochmal ins Wasser. An den Wochenenden nehme ich mir frei und nutze die Zeit, um eine Stadt oder eine weiter entfernte Sehenswürdigkeit zu besuchen.

Die meisten digitalen Nomaden arbeiten als Online-Lehrer, Webdesigner oder virtuelle Assistenten. Du kannst deine Dienste auf Plattformen wie Upwork zur Verfügung stellen. Das Problem ist, dass diese Plattformen überfülltl sind und es schwierig ist aus der Masse herauszustechen. Außerdem hast du dort Leute als Konkurrenten, die in Ländern mit sehr niedrigen Lebenshaltungskosten leben. Ein Mensch auf den Philippinen oder in Pakistan kann seine Dienste für fünf Euro oder weniger anbieten und trotzdem gut in seinem Land leben. Als Deutscher wirst du mit so einem Lohn am Hungertuch nagen.

Alternativ kannst du deinen Chef fragen, ob du eine Weile von zu Hause aus arbeiten kannst. Das klappt nur mit typischen Bürojobs. Gerade jetzt, während der Corona-Krise, haben viele Arbeitgeber ein offenes Ohr für Heimarbeit. Hast du die Erlaubnis bekommen, ist es egal, ob du in deiner Wohnung oder von einer Strandhütte in Australien aus arbeitest, so lange du tust was von dir verlangt wird. Bist du im Ausland, musst du die Zeitverschiebung beachten. Dein Chef will deine Arbeit um 9 Uhr deutscher Zeit auf dem Tisch liegen haben, nicht wenn es in Australien 9 Uhr ist. Du musst vielleicht mitten in der Nacht aufstehen, nur um eine fertige Excel-Tabelle nach Deutschland zu schicken. 

Der Vorteil dieser Methode ist, dass du damit unendlich lange reisen kannst. Das ist nicht nur ein Urlaub, das ist eine komplett andere Art zu leben! Die meisten Länder erlauben eine Aufenthaltsdauer von bis zu drei Monaten. Läuft die Frist ab, musst du entweder in ein anderes Land weiterziehen oder nach Hause zurückfliegen. In manchen Ländern funktioniert auch simples über die Grenze hüpfen. Du reist ins Nachbarland aus, bleibst dort ein paar Stunden und reist dann wieder ein. Dadurch bist du wieder neu angekommen und hast wieder drei Monate, die du bleiben kannst. 

Vor allem für junge Leute kommt neben den typischen Jobs für digitale Nomaden auch zeitweises Arbeiten auf Farmen oder in Hostels in Frage. Manche suchen sich ein Hostel und fragen einfach, ob sie dort stundenweise mitarbeiten können. Sie bezahlen die Übernachtung nicht mit Geld, sondern mit Arbeitskraft. 

Am sichersten klappt es, wenn du dir den Remote Job vor Antritt der Reise suchst und ihn ein paar Wochen von deinem Wohnzimmer in Deutschland aus  machst. Dadurch bekommst du etwas Routine und weißt, wann du was machen und abliefern musst. Außerdem hast du damit garantiert schon einen Job und damit finanzielle Sicherheit In der Tasche, wenn du abreist.  

Meine Methode mit der Heimbasis Im Ausland gibt dir Planungssicherheit und die Möglichkeit dir den Tag in Freizeit und Arbeitszeit einzuteilen. Wenn du so schnell reist wie ein typischer Tourist, der versucht sämtliche Sehenswürdigkeiten in Australien innerhalb von zwei Wochen abzuklappern, kriegst du nicht nur Stress mit deinem Arbeitgeber und Terminprobleme. Du musst auch in jedem neuen Hotel auf eine vernünftige Internetverbindung hoffen.

Die WLAN-Verbindung ist so etwas wie deine Lebensader. Ist sie schlecht, kannst du deine Arbeit nur unpünktlich oder gar nicht abliefern. Du verlierst Geld und deinen Arbeitsplatz.

Abgesehen davon ist schnelles Reisen erheblich teurer. Wenn du immer nur für ein paar Tage in einem Hotel bleibst, zahlst du deutlich mehr als wenn du einen Monat in einer Ferienwohnung lebst. 

Bleibst du noch länger, bekommst du häufig Angebote für Langzeitaufenthalte, die noch eine ganze Ecke günstiger sind. Durch diesen Trick konnte ich mehrmals zum Schleuderpreis in sehr luxuriösen Strandvillen übernachten. Eigener Swimming Pool und Butler inklusive.

Lass mich an dieser Stelle noch ein typisches Klischee töten. Digitale Nomaden arbeiten NICHT am Strand. Dort kann dir nicht nur dein Laptop geklaut werden, es ist auch schädlich für die Elektronik, wenn Sand hinein gerät. Abgesehen davon siehst du bei strahlendem Sonnenschein auf dem Monitor wenig bis gar nichts. In einer Ferienwohnung bist du komplett ungestört und lässt den Laptop einfach aufgebaut. In einem  Hotel musst du ihn meistens immer wieder auf- und abbauen, weil dem Zimmerpersonal nicht immer zu trauen ist. Abgesehen davon wirst du vielleicht mitten in der Arbeit unterbrochen, weil das Personal ausgerechnet jetzt dein Zimmer säubern muss. Jetzt weisst du, warum ich hier so intensiv zur Ferienwohnung rate. 

Der Hybrid: Sparen und in der Ferne arbeiten

Bei dieser Option kombinierst du einfach das Beste aus zwei Welten. Sie eignet sich besonders für Leute, die sich vorstellen könnten als digitaler Nomade zu reisen, aber nicht so recht wissen, wie sie es angehen sollen.

Bei der Durchführung gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Du sparst soviel an, dass du einen Monat Aufenthalt in einer Ferienwohnung finanzieren kannst. Während du dort bist, probierst du, wie oben beschrieben, das Arbeiten aus der Ferne aus. Hast du keinen Erfolg damit, wechselst du entweder zur Methode Arbeit im Hostel oder auf einer Farm suchen, oder du kehrst im schlimmsten Fall einfach nach Hause zurück.
  2. Die zweite Möglichkeit ist so genanntes Co-Living. Hier mieten sich mehrere digitale Nomaden zusammen eine Villa mit vielen Zimmern auf Plattformen wie AirBNB und teilen sich die Kosten. Der Vorteil: Du triffst sofort auf andere digitale Nomaden, die dir beim Einstieg helfen können. Oft wird auch gemeinsam ein Projekt aufgezogen und du gewinnst damit wertvolle Geschäftspartner. Spare das Geld für einen Monat Aufenthalt in einem Co-Living-Space an und lerne das ortsunabhängige Arbeiten kennen. Ist das alles nicht dein Fall, kehrst du einfach nach Hause zurück und hast es wenigstens ausprobiert. Das passiert aber nur in den seltensten Fällen. Ich wurde dabei von einem fürchterlichen  Reisevirus infiziert, der mich ständig in neue Länder und Abenteuer drängt und profitiere auch nach Jahren von den dort entstandenen Geschäftsbeziehungen. Sehr gute Co-Living-Angebote findet du auf coliving.com.

Die Reise nicht selbst bezahlen

Wenn Vermögenswerte oder ein Sponsor deine Reise bezahlen, hast du keine Geldsorgen und dein Bankkonto wird automatisch wieder aufgefüllt. Mit dieser Methode kannst du auch die teuerste Reise nach Australien finanzieren, aber es ist natürlich nicht so einfach wie es klingt.

Aufbau von Vermögenswerten

Ein Vermögenswert ist, ganz einfach gesagt, eine Sache, die Geld auf dein Konto spült, beispielsweise

Immobilien

Wohlgemerkt solche, in denen du nicht selbst wohnst. Es geht um Wohnungen oder Häuser, die du vermieten kannst. Die Mieter, oder der Staat, wenn du die Objekte als Gewerbeimmobiien abschreibst, zahlen deine Australienreise. Bevor du in den Flieger steigst, solltest du aber sicherstellen, dass die Mieter stets pünktlich zahlen. Fällt die Mietzahlung aus, sitzt du in Australien und hast ein mächtiges Problem…

Ein voll- oder teilautomatisiertes Unternehmen

Bei einem voll automatisierten Unternehmen erledigt entweder dein Team oder eine intelligente  Software alle täglich anfallenden Arbeiten. Du selbst arbeitest nicht in sondern nur an diesem Unternehmen. Streng genommen bist du hier nicht der Geschäftsführer, sondern nur der Besitzer der Firma.

Ein typisches teilautomatisiertes Unternehmen sind die ganzen Coaching und Webinar-Seiten, die du überall im Internet findest. Konkretes Beispiel: Ka Sundance zog mit seiner Familie nach Costa Rica und macht von dort aus bezahlte Online-Workshops, in denen er anderen Menschen zeigt, wie sie ebenfalls auswandern können. Er muss im Ausland arbeiten und ständig neue Kurse entwickeln, kann aber trotzdem die Sehenswürdigkeiten in Costa Rica besuchen und sein Leben genießen. Die Arbeit ähnelt bei diesem Geschäftsmodell der von digitalen Nomaden, mit dem Unterschied dass Sundance nicht für einen Arbeitgeber sondern für seine eigene Firma arbeitet.

Aktien und Firmenanteile

Ja, es gibt Leute, die durch Aktienhandel reich werden. Aber die Dinger sind ein zweischneidiges Schwert, denn sie können auch fallen… Ohne profunde Finanzbildung solltest du dich auf keinen Fall auf das Börsenparkett wagen. Wenn du allerdings weißt, was du tust, können dir die Aktien mehr als nur einen Urlaub in Australien finanzieren.

Für Firmenanteile gilt das Gleiche. Solange es der Firma, in die du als stiller Teilhaber investiert hast gut geht, geht es dir auch gut. Brechen allerdings die Aufträge ein oder macht die Firma gar etwas kriminelles, haftest du mit deinem Vermögen.

Ich empfehle Aktien und Firmenanteile grundsätzlich nur als Ergänzung zu anderen Vermögenswerten. Bau deine Reisekasse nicht nur mit diesen Dingen auf.

Rohstoffe

Du kannst dich auch an Rohstoffen wie Öl und Gold beteiligen. Der Preis für Rohstoffe ist immer gleich, es sind in Wirklichkeit die Währungen, die steigen oder fallen. Je nachdem, wie stark der Euro oder Dollar gerade ist, zahlst du mehr oder weniger für das Kilo Gold oder den Liter Öl. Rohstoffe kaufst du, wenn die Währung stark ist. Dann wartest du, bis sie schwächer wird und der Preis für den Rohstoff steigt. Ist das geschehen, verkaufst du das Zeug und fliegst mit dem Geld nach Australien.

Sponsoring

Hier suchst du jemanden, der die Reise bezahlt. Natürlich beruht dieses Geschäft auf Gegenseitigkeit. Du musst etwas haben, das der Sponsor haben will. Beispielsweise ein paar Millionen Follower auf Instagram oder YouTube. Oder einen bekannten Namen wie den von Reinhold Messner.

Neudeutsch wird diese Art des Sponsoring “Influencer Marketing” genannt. Firmen bezahlen die Influencer dafür, dass sie auf ihren Social Media Accounts Werbung für die Firma machen. Oder sie bezahlen einen Abenteurer dafür, dass er Kleidung von der Firma mit gut sichtbarem Markenlogo trägt, wenn er das nächste Mal ohne Sauerstoffgerät auf den Mount Everest klettert.

Wie das in der Praxis für dich aussehen könnte und wie man einen Sponsor findet, kann ich dir an einem sehr aktuellen Beispiel erklären:

Genau während ich diesen Blogbeitrag schrieb, bekam ich eine E-Mail von JohnnyFD, einem digitalen Nomaden, den ich auf einer Reise durch das Mittelmeer kennen gelernt habe. Johnny lebte bis vor einiger Zeit von drei E-Commerce-Geschäften. Er importierte Waren billig aus China und verkaufte sie teuer in Amerika. Gelernt hatte er das von einem Typen namens Anton Kraly, ebenfalls ein digitaler Nomade, der auf Bali lebt. Indem Johnny über Werbelinks Antons Kurs weiter empfahl, erzielte Johnny weitere Einnahmen.  

Johnny saß bereits im Flugzeug nach Sri Lanka, als sich für ihn eine Katastrophe ereignete. Donald Trump wurde Präsident und das erste, was er tat, war China den Handelskrieg zu erklären und drastische Einfuhrzölle zu erheben. Damit sanken Johnnys Einnahmen durch China-Importe auf Null.. 

Am Zielort angekommen, versuchte er zu retten, was zu retten war. Er konnte die chinesischen Hersteller durch amerikanische Großhändler ersetzen und sein Geschäft weiterführen.

Dann kam die nächste Katastrophe. Corona legte Sri Lanka lahm, die Regierung verhängte einen totalen Ein- und Ausreisestopp. 

Wenig später begannen die Hotelpreise nach unten zu purzeln. Die Hotelbesitzer auf Sri Lanka waren so verzweifelt, dass sie ihre Fünf-Sterne-Zimmer inklusive Frühstück für 30 Dollar verscherbelten oder Angebote wie “Zahle für eine Nacht und erhalte dafür drei” machten.

Johnny nutzte die Gelegenheit und begann zusammen mit seiner Freundin eine wahre, fast schon unglaubliche  Luxus-Tour durch Sri Lanka, die unter normalen Bedingungen mindestens 20.000 US-Dollar gekostet hätte. Er bekam alles zum Schleuderpreis und hielt seine Erlebnisse auf Video fest. Die fertigen Filme lud er auf seinen YouTube-Kanal hoch.

Weil er das regelmäßig machte und weil Luxus-Zeug generell gut auf YouTube funktioniert, sammelte er innerhalb kürzester Zeit haufenweise Abonnenten, seine Videos erhielten tausende Views. Irgendwann bekam er Geld für Werbung, die in seine Filme eingeblendet wurde.

Heute erzählte er mir in der erwähnten E-Mail, dass die staatliche Tourismusbehörde auf seinen YouTube-Kanal aufmerksam geworden war. Sri Lanka plant demnächst seine Grenzen wieder für den Tourismus zu öffnen und die Regierung suchte einfach nach einem erfolgreichen YouTuber, der gute Werbefilme über ihr Land drehen konnte.

Der staatliche Sponsor verlangte zunächst sechs Videos und bot dafür die Übernahme sämtlicher Kosten für Transport, Übernachtung und Essen. Nachdem Johnny die Filme produziert und veröffentlicht hatte, bestellten sie weitere zehn. Die produziert er gerade auf ihre Kosten.

An dieser Geschichte siehst du, wie sich zwei Katastrophen in einen voll finanzierten Urlaub verwandeln können.

Natürlich ist Möglichkeit 4 die schwierigste von allen. Sie ist der feuchte Traum eines jeden Reisefans. An den Beispielen von Ka Sundance und JohnnyFD siehst du aber sehr gut, dass es machbar ist und von anderen Leuten bereits erfolgreich praktiziert wird. Wie bei allen vorgestellten Methoden ist auch hier viel Durchhaltevermögen und ein fester Glaube an den Erfolg notwendig.

Setze dir nicht nur ein Reiseziel

Alle dieser vier besten Wege eine Reise nach Australien zu finanzieren, haben Vor- und Nachteile. Welcher für dich der Beste ist, hängt stark von deiner persönlichen Situation ab. 

Bist du Student oder Arbeitslos, musst du die Sache anders angehen als der Besitzer eines erfolgreichen Unternehmens. Es macht auch einen gewaltigen Unterschied, ob du alleine oder mit Familie reisen willst.

Ich kann nur soviel sagen: Bis jetzt hat immer noch jeder, der es sich ernsthaft vorgenommen und ein bisschen Durchhaltevermögen gezeigt hat nach Australien geschafft.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

code