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Reise finanzieren mit der Buzzfeed-Methode

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Es gibt viele Wege, eine Reise zu finanzieren. Eine davon ist Inhalte aus dem Internet sammeln, diese in eine Liste packen und eine richtig krasse Überschrift zu erfinden.

Du ahnst es schon, etwa so sieht das Geschäftsmodell von Buzzfeed aus. Die Betreiber dieser Plattform haben zwei wichtige Dinge erkannt:

Es gibt haufenweise Inhalte und jeden Tag kommen neue hinzu

Weil das Internet dadurch unübersichtlich wird, braucht es jemanden, der das wichtigste zusammenfasst und in kleinen, Smartphone-freundlichen Happen präsentiert. 

Das Sammeln der Inhalte nennt man Kuratieren, die irrsinnig krassen Überschriften Clickbait. Jetzt müssen wir nur noch herausfinden, wie Buzzfeed das hinbekommt.

Sammeln ist NICHT klauen!

Eines vorweg: Es geht nicht darum einfach Inhalte von anderen zu kopieren. Kuratieren bedeutet vielmehr, die besten Inhalte an einen Ort zu bringen. Vor  einigen Jahren benutzte man dafür Blogverzeichnisse und Bookmarking-Seiten wie StumbleUpon, Delicious und Digg. Auf diesen Seiten konnten andere Nutzer die kuratierten Inhalte liken, was ihnen eine höhere Verbreitung verschaffte.

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Irgendwann wurden StumbleUpon und Konsorten durch soziale Netzwerke ersetzt. Wenn mir ein Artikel gefällt, teile ich ihn auf Facebook oder Pinterest. Mein eigener Newsfeed wird dadurch zu einer Sammlung von fremden Inhalten. Like ich so einen Inhalt, sehen das meine Freunde und das Ding verbreitet sich weiter.

Alles schön und gut, aber wie lässt sich daraus ein Geschäftsmodell zur Reisefinanzierung basteln?

Die Grundvoraussetzungen schaffen

Das erste und wichtigste Bauteil ist eine Plattform, die deine gesammelten Inhalte zeigt und weiter verbreiten kann. Texte, Bilder und Überschriften sollten veränderbar sein, damit du beispielsweise Werbelinks einfügen und Banner einblenden kannst. Wir sammeln nicht zum Spaß, wir wollen eine Reise finanzieren.

WordPress kann das alles. Es ist kinderleicht, damit ein Blog aufzubauen und einzurichten. Wichtig für unser Vorhaben ist nur, dass du kein vorgefertigtes WordPress von wordpress.com nimmst.

Du brauchst stattdessen ein selbst gehostetes WordPress. Das bekommst du, fix und fertig eingerichtet, bei Providern wie World4You oder Bluehost. Eine Domain kaufst du am besten gleich bei diesen Anbietern. Sie verknüpfen sie innerhalb kürzester Zeit mit deinem WordPress-Account.

Insgesamt kostet dich das alles bestenfalls zehn Euro im Monat. So viel Startkapital benötigt dein Unternehmen im Buzzfeed-Stil.

Generalist oder Spezialist?

Wähle jetzt die Art von Inhalten, die du sammeln und neu zusammenstellen willst. Die erste Entscheidung, die du dabei treffen musst, ist ob du Inhalte zu allen möglichen Themen sammelst oder ob du dich auf eine bestimmte Nische fokussieren willst. Beides funktioniert.

Buzzfeed sammelt als Generalist Inhalte zu allen möglichen Themen. Es muss sich nur in eine Liste verpacken und ultraschrill präsentieren lassen. Wissenschaftlich klingende Themen wie “Neue Leitlinie für Medikament zur Geburtseinleitung” stehen dort neben “15 unerwartet krasse Fakten über Kaninchen”. 

Klingt schräg, klappt aber. Durch die Generalisierung konnte sich Buzzfeed innerhalb kürzester Zeit eine gewaltige Reichweite aufbauen. Engpässe bei der Themenauswahl gibt es nicht, Blogs und andere Quellen liefern täglich frisches Material.

Auf den ersten Blick ist es mit dieser Methode schwieriger Geld durch Werbung zu verdienen, weil kein zielgerichtetes Publikum angesprochen wird. Aber wenn ich mir anschaue, wieviel Umsatz Buzzfeed jeden Monat macht, denke ich, dass dieser Makel durch die extrem hohe Anzahl an Lesern mehr als ausgeglichen wird. 

Es gibt auch Dienste, die sich auf ein bestimmtes Thema fokussieren. Seiten wie Expertphotography.com sammeln Artikel zum Thema Fotografie, schreiben sie ein wenig um und monetarisieren das Ganze durch Werbelinks und Kurse.

Andere Seiten dieser Art berichten über Social Media Marketing, Modelleisenbahnen oder Laufschuhe. Du kannst jedes erdenkliche Thema wählen.

Mit einer spezialisierten Seite kannst du eine bestimmte Zielgruppe ansprechen und ihr Dinge anbieten, die sie braucht. Du verdienst mit dieser Methode schneller Geld als mit dem Buzzfeed-Rundumschlag. Abgesehen davon rankst du schneller auf Google.

Allerdings kann es passieren, dass dir irgendwann das Material zum Veröffentlichen ausgeht oder dass du das Interesse am Thema verlierst.

Generell würde ich bei einer spezialisierten Seite nur Inhalte sammeln, die der Zielgruppe auf irgendeine Weise helfen. So etwas wird häufiger geteilt und genau das ist das Ziel.

Traffic aufbauen

Die Haupt-Trafficquelle für eine Seite mit kuratierten Inhalten ist Social Media. Das bedeutet, du musst deine Seite so gestalten, dass die Inhalte leicht geteilt werden können. Du musst das Rad nicht neu erfinden, orientiere dich einfach an Buzzfeed.

Wichtig sind große Social-Sharing-Buttons und die Möglichkeit den eigenen Kanal zu abonnieren. Je leichter es ist, deine Inhalte zu teilen, desto eher werden es die Leute tun.

Ein Riesenproblem sind natürlich die Vorschriften der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Dieses Gesetz wurde von greisen EU-Beamten, die das Internet bestenfalls vom Hörensagen kennen, in einem verschlossenen Hinterzimmer entwickelt. IT-Fachkräfte, Internetexperten oder gar Wissenschaftler wurden nicht eingeladen. Schließlich durfte das Beamten-Luftschloss nicht mit berechtigten und sachlich fundierten Einwänden kaputt geschossen werden.

Wie auch immer, Gesetz ist Gesetz. Auch Buzzfeed muss seinen Besuchern die komplett unsinnigen Cookie-Banner und andere Nervereien zumuten. Bau es einfach ein und denk nicht lange darüber nach.

Perfekte Inhalte liefern

Ab hier besteht deine Aufgabe darin, originelle Inhalte zu finden und sie auf die bestmögliche Art zu präsentieren. Möglichst so, dass sie auf Mobilgeräten bequem gelesen und geteilt werden können.

Besonders gut funktionieren Listen mit zehn Dingen über XXX und Anleitungen wie XXX lernen in nur 10 Schritten.

Das Wichtigste von allem ist die Schlagzeile. Orientiere dich einfach an Buzzfeed. Schreibe nicht “Was ist ein Bitcoin? Kryptowährung einfach erklärt”. Deutlich besser ist “Durch dieses Wahnsinns-Video habe ich in 10 Sekunden alles über Bitcoin gelernt”.

Es geht nur darum, dass jemand den Artikel anklickt. Bei der zweiten Schlagzeile wurde ein wichtiges Detail weggelassen, der Leser hat gar keine andere Möglichkeit als auf den Artikel zu klicken, wenn er wissen will, was es mit dem Video auf sich hat.

Inhalte finden und kuratieren

Für das Zusammenstellen deiner Inhalte kannst du entweder ein WordPress-Plugin wie MyCurator oder ein externes Tool wie Scoopit verwenden. Du gibst dein Thema ein, anschließend sucht das Programm relevante Blogbeiträge, Videos und Social Media Posts zusammen.

Die interessantesten Dinge aus diesen Quellen fasst du in einem Blogpost zusammen, der eine Clickbait-Überschrift im Stil von Buzzfeed erhält.

Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit geht das Kuratieren so schnell, dass du jeden Tag mehrere Blogposts raushauen kannst.

Mit Tools wie Hootsuite oder dem Jetpack-Plugin für WordPress veröffentlichst du deine Posts in einem Rutsch auf sämtlichen sozialen Netzwerken.

Reise finanzieren mit dem kuratierten Blog

Jetzt musst du das Ganze nur noch monetarisieren. Du kannst alles machen, vom Einbinden simpler Werbelinks über Google Adsensebis hin zu E-Mail-Marketing und dem Aufbau eines professionellen Sales-Funnel. 

Auf einer Nischenseite kannst du auch eigene Kurse und Ebooks verkaufen. Grenzen setzt nur deine Fantasie.

Hast du einen Online-Shop, kannst du die Besucher des kuratierten Blogs auch dorthin leiten. Das ist sehr effektiv und deutlich günstiger als Werbung auf Facebook.

Bleibt nur noch eines zu tun. Leg los, am besten heute noch.

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