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Reisebudget berechnen für das Jahr 2021

Noch hält uns Corona im eigenen Land gefangen, aber dank den angelaufenen Impfungen sehen Fachleute immerhin ein Licht am Ende des Tunnels. Warum nicht schon mal die nächste Reise planen, oder zumindest das Reisebudget berechnen?

Es soll in diesem Beitrag aber nicht um langweilige Tabellenkalkulation und die Suche nach dem günstigsten Schnäppchen gehen. Ein gut durchdachtes Reisebudget ist darauf ausgelegt, dein Reiseerlebnis insgesamt zu maximieren.

Table of Contents

Wieviel Reise kannst du dir leisten?

Fangen wir ganz einfach an. Vielleicht träumst du von einem Australien-Urlaub mit allem drum und dran oder sogar von einer Weltreise. Kannst du dir so einen Trip tatsächlich leisten?

Um das zu erfahren, musst du dein Reisebudget berechnen.

Der Betrag, den du für die Reise ausgibst, sollte in einem angemessenen Verhältnis zu dem Ort stehen, den du besuchst. Einige Reiseziele sind billig zu haben, für andere musst du etwas tiefer in die Brieftasche greifen.

Auch die Art der Übernachtung, geplante Besichtigungen und deine Ansprüche an das Essen haben einen erheblichen Einfluss darauf, wie viel die Reise kosten wird.

Vor dem buchen solltest du alle Kosten aufschlüsseln und mit dem Betrag abgleichen, den du zur Verfügung hast. Manchmal kann es besser sein die Reise zu verschieben, bis du genug Geld beisammen hast, anstatt sofort zu fahren und auf wichtige Orte und Sehenswürdigkeiten verzichten zu müssen.

Zwei Arten der Reiseplanung aus finanzieller Sicht

Je nachdem, ob du lieber alles im voraus planst oder eher der spontane Typ bist, hast du zwei Möglichkeiten deinen Trip mit Blickwinkel auf das Reisebudget zu planen. 

Ein paar Monate vorher

Die meisten Urlauber planen ihre Reise lange im Voraus. Sie wählen ein Reiseziel und legen fest, wann und wie lange sie an diesem Ort verweilen möchten. Diese Methode ist ideal, wenn du Schulferien, Semesterferien oder andere Zeiträume berücksichtigen musst. 

Im Voraus buchen hat den Vorteil, dass du genug Zeit hast das nötige Geld anzusparen und die Vorfreude über einen langen Zeitraum genießen kannst.

Wenn du nicht selbst planen willst, buchst du eine Rund- oder Pauschalreise und siehst sofort die Gesamtkosten. Du musst nur noch deine persönlichen Ausgaben hinzuaddieren.

Planst du die Reise selbst, zählst du alles zusammen und entdeckst dabei vielleicht ein Luxus-Upgrade, das dein Abenteuer zu etwas besonderem macht. Berücksichtige dieses Upgrade beim Reisebudget berechnen.

Reisen nach Kontostand

Ziehst du lieber spontan los, zäumst du das Pferd einfach von hinten auf. Schau nach, wie viel Geld du zur Verfügung hast und suche dir dann ein Ziel aus, das du dir leisten kannst.

Als Spontanreisender kannst du über den Tellerrand hinaus schauen und in der günstigen Nebensaison reisen. Oder einfach Orte und Länder wählen, die abseits der Touristenpfade liegen.

Beim Spontanreisen helfen Websites wie Urlaubspiraten. Sie listen zeitlich begrenzte Angebote auf, mit denen du gewaltig Geld sparen kannst. 

Beim Recherchieren wirst du immer wieder Orte entdecken, die das Gleiche bieten wie eine Hauptattraktion, aber weniger bekannt und deshalb deutlich günstiger sind. Wie wäre es mit Chicago statt New York? Oder Reno anstelle von Las Vegas?

Weitere Überlegungen zum Reisebudget berechnen

Am besten gliederst du dein Reisebudget in Unterabschnitte, die alle wichtigen Dinge enthalten. Dazu zählen

Reisepass und Visum

Für Reisen innerhalb Europas genügt ein Personalausweis, willst du weiter weg, brauchst du einen gültigen Reisepass. Musst du diese Dokumente erneuern, gehören die Kosten ins Reisebudget.

Seit die USA ihr ESTA- Einreiseprogramm gestartet haben, entdecken immer mehr Länder und Kontinente diese Art der Touristen-Abzocke für sich. Anders gesagt, es gibt immer mehr Länder für die du Eintritt zahlen musst. 

Auch benötigte Visa kosten Geld. Informiere dich beim Auswärtigen Amt, über die Einreisebestimmungen des Ziellandes und finde heraus, wieviel der Eintritt kostet und welche Dokumente du vorlegen musst. Alle anfallenden Kosten musst du beim Reisebudget berechnen berücksichtigen.  

Reiseversicherungen

Diebstahl von teuren elektronischen Geräten, eine plötzliche Krankheit – es gibt viele Gründe, warum du eine Reiseversicherung abschließen solltest. Die kosten dafür addierst du zum Reisebudget.

Bevor du eine Versicherung abschließt, solltest du prüfen, ob du sie nicht bereits hast. Viele Kreditkarten bieten eine Reise-, Unfall- oder Krankenversicherung als Zusatzleistung.

Die wichtigsten Reiseversicherungen sind:

  • Auslandskrankenversicherung
  • Reiserücktrittsversicherung
  • Reiseabbruchversicherung
  • Reisegepäckversicherung

Angebotene Rundum-Sorglos-Pakete sind meistens überteuert und du zahlst für Zeug, das du niemals brauchst.

Gesundheitstests und Impfungen

Spätestens seit Corona kommst du um das Thema Gesundheitstest und Impfungen nicht mehr herum. Es gab auch früher schon Länder, die eine bestimmte Impfung für die Einreise verlangen. Du kannst zum Beispiel von Deutschland aus ohne Impfung nach Kenia oder Tansania reisen. Willst du allerdings die Grenze von Tansania nach Kenia überqueren, musst du gegen Gelbfieber geimpft sein. Anders kommst du nicht rein.

Schau beim Auswärtigen Amt nach, welche Länder welche Tests und Impfungen verlangen. Willst du in Asien, Südamerika oder Afrika zwischen mehreren Ländern hin- und herreisen, musst du dir zusätzlich die Einreisebestimmungen dieser Länder ansehen. Jedes hat eine offizielle Webseite, auf der du dich informieren kannst.

Gegen Tetanus und Diphterie solltest du auch in Deutschland geimpft sein, ansonsten typische Reiseimpfungen sind

  • Hepatitis A
  • Typhus
  • Gelbfieber
  • Tollwut
  • Malaria

Für ein paar Krankheiten, darunter Dengue-Fieber, gibt es keine Impfung. Hier brauchst du ersatzweise ein starkes Mückenschutz-Mittel mit DEET, das die Überträger der Krankheit von dir fernhält.

Impfungen können ein ziemlich großer Posten im Reisebudget werden, hier zu sparen ist aber definitiv falsch. 

Kleidung

Männer beherrschen es, sich hier auf das Nötige zu beschränken. Beim weiblichen Geschlecht sieht es meistens anders aus. Was und wieviel du wirklich mitnehmen musst, hängt von deinem Reiseziel, der Dauer und den geplanten Aktivitäten ab.

Hier sind ein paar Spartipps:

Kleidung aus Merino-Wolle ist teuer, dafür aber extrem belastbar und mehrmals tragbar, weil sie Schweißgeruch absorbiert. Sie eignet sich für kalte und warme Länder. Es gibt T-Shirts, Unterhosen, lange Hosen, Shorts – kurz gesagt, so ziemlich alles, aus Merino-Wolle. 

Wenn du das Zeug kaufst, schlägt es ein fettes Loch in die Reisekasse. Dafür werden zukünftige Reisen günstiger, weil du die Kleidung bereits im Schrank hast. Und das Reisekosten berechnen wird einfacher.

Wählst du Kleidung, die man auf unterschiedliche Weise tragen kann, musst du dir tagelang keine Sorgen darum machen.

Reist du in ein Land mit niedrigen Lebenshaltungskosten, macht es Sinn T-Shirts und ähnliches dort zu kaufen. Aber nur, wenn du es nicht am Flughafen machst oder in der Fußgängerzone in den Dolce&Gabbana-Store rennst. Suche nach normalen Bekleidungsläden, in denen auch Einheimische einkaufen. Oder gehe in einen Supermarkt. Extrem billige Kleidung, die du zu Hause nicht brauchst, kannst du im Urlaubsland wegwerfen oder einer wohltätigen Organisation spenden.

Ausrüstung

Wenn du teure Ausrüstung dabei hast, erhöht sich das Risiko, dass du diese Dinge im Hotel vergisst, dass sie verloren gehen oder dass sie gestohlen werden. Außerdem machen sie das Gepäck schwerer.

Nimm deshalb nur mit, was du wirklich brauchst und setze verstärkt auf Mobilgeräte. Ich muss als Berufsfotograf oft mit einer Vollformat-Spiegelreflexkamera reisen, die mehr wiegt als ein Ziegelstein. Privat setze ich lieber auf mein iPhone und eine kleine Action-Cam wie die GoPro Hero oder eine DJI Osmo Pocket. Auch damit kann ich tolle Bilder und Videos produzieren. Speichern kannst du die Bilder auf einem mobilen Speicher oder in der Cloud.

Bei Sportarten wie Skifahren, Tauchen und Surfen prüfst du, zu welchem Preis sich die Ausrüstung im Zielland mieten lässt und nimmst nur das absolut notwendigste selbst mit. Ich habe beim Tauchen immer nur die eigene Tauchbrille und einen Schnorchel dabei, den Rest leihe ich aus. 

Hygieneartikel

Bei allem, was die Körperpflege betrifft, kannst du kräftig Geld und Gewicht sparen. Aber nicht so, wie es der Kosmetikindustrie vorschwebt.

In vielen Hotels und auf Kreuzfahrtschiffen zählen Duschgel, Shampoo, Seife und irgendeine Hautpflegecreme inzwischen zum Service. Du findest das Zeug bei Ankunft im Badezimmer. Mitschleppen musst du solche Sachen nur, wenn du in Hostels und billigen Hotels übernachtest oder mit dem Rucksack unterwegs bist.

Alternativ kaufst du die Pflegeartikel im Zielland – aber bitte nicht am Flughafen. Kauf es in einem Supermarkt, einem Tante-Emma-Laden oder an der Tankstelle. Ich versuche dabei immer einheimische Produkte zu wählen, weil sie günstiger und keineswegs schlechter sind.

Das Einzige, was du zu Hause kaufen solltest, ist Sonnencreme. Die ist im Ausland oft teurer, jedenfalls dann, wenn du nur in Touristengegenden unterwegs bist.

Flug, Bus, Zug und Auto

Kommen wir zu den Transportmitteln. Hier lässt sich einiges an Geld sparen, wenn du die hohe Kunst des Travel Hacking beherrscht.

Willst du umweltfreundlich reisen, informiere dich über Sparangebote der Bahn. Ausländische Bahnlinien haben oft Sonderangebote für Touristen, bei denen U-Bahn-Nutzung, Museumsbesuche und andere Dinge mit dabei sind. Bleibst du an einem Ort, ist es häufig günstiger Zug und Hotel zusammen bei einem Anbieter wie Ameropa zu buchen.

Günstige Flüge findest du auf Kayak, Skyscanner und anderen Portalen. Bedenke dabei, dass diese Anbieter oft nur Billigfluglinien berücksichtigen. Die sind auf den ersten Blick günstig, du musst aber häufig auf Essen an Bord verzichten. Auch beim Fluggepäck gibt es massive Einschränkungen, oft darfst du nur mit kleinem Handgepäck reisen.

Auch bei Flügen lohnt es sich häufig, sie zusammen mit dem Hotel zu buchen. Vor allem Expedia macht in diesem Fall sehr gute Angebote.

Abflüge von anderen Flughäfen sind oft günstiger. Mit einem kostenlosen Zug-zum-Flug-Ticket, das Reiseanbieter wie Ltur gerne dazulegen, sparst du doppelt Geld.

Nutze auch Prämien- und Meilenangebote von Fluggesellschaften und Hotels. Ich habe eine Kreditkarte von Miles-and-More, jedesmal wenn ich etwas mit dieser Karte bezahle, erhalte ich Meilen, die ich in Flüge oder Hotelaufenthalte umtauschen kann. Auch Mietwagen habe ich schon mit Meilen bezahlt.

Eventuell fallen noch Kosten für Taxifahrten an. Auch diese Kosten musst du ermitteln und im Reisebudget berechnen.

Bevor du einen Mietwagen buchst, solltest du prüfen, ob es nicht günstiger wäre mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu reisen. In einer Stadt wie Oslo zahlst du 50 Euro für einen Parkplatz, ein Tagesticket für sämtliche öffentlichen Verkehrsmittel kostet nur 11 Euro.

In Europa ist das Reisen durch mehrere Länder mit Bussen und Zügen deutlich günstiger als der gleiche Trip mit dem eigenen Auto.

Sinn macht der Mietwagen, wenn du abgelegene Gegenden erkunden willst, die mit den Öffis nur schwer oder gar nicht erreichbar sind. Buche ihn am besten im Voraus und informiere dich über Kilometerbeschränkungen, den Versicherungsschutz und andere, eventuell anfallende Gebühren.

Örtliche Verkehrsmittel

Tickets für öffentliche Verkehrsmittel bekommst du in vielen Ländern in Verbindung mit einer speziellen Touristenkarte. Das hat den Vorteil, dass du dich nicht unnötig mit ausländischen Ticketautomaten herumschlagen musst und oft zusätzlich vergünstigten oder kostenlosen Eintritt zu Museen und anderen Attraktionen bekommst. Außerdem machen solche Tickets das Reisebudget berechnen leichter. Wann immer dir ein Land so ein Ticket anbietet, nimm es. Du sparst damit Zeit und Geld.

Manche Länder bieten Bustickets günstiger an, wenn du sie online kaufst. Ich erlebte das in Ungarn und Bulgarien.

Die Greyhound-Busse in den USA sind unter der Woche deutlich billiger. Reise damit nie am Wochenende oder zur Hauptverkehrszeit.

Unterkunft und Verpflegung

Die Kosten für Übernachtung sind ein großer Posten im Reisebudget. Wieviel du dafür einplanst, hängt von deinen Ansprüchen ab. In großen Städten und an beliebten Stränden ist es deutlich schwieriger eine günstige Unterkunft finden.

Muss es unbedingt ein 5-Sterne-Resort an der Copacabana oder das Burj Kalifa in Dubai sein, hilft nur Reisen in der Nebensaison. Und selbst dann übersteigen die Preise dieser Hotels noch die der meisten anderen. 

Brauchst du nur ein Hotel, buche es zusammen mit dem Flug, um Geld zu sparen. Schaffst du es zwanzig Meter weit zu gehen, buche nicht das Hotel direkt am Strand sondern eines in der zweiten Reihe. Es ist oft günstiger das Zimmer auf der hoteleigenen Webseite zu buchen. Bist du flexibel, reise unter der Woche oder am Sonntag an. Du bekommst nicht nur leichter ein Zimmer, es ist oft auch günstiger.

Die Art der Verpflegung hängt von der Art der Reise ab. Auf Kreuzfahrt und im All-Inklusiv-Urlaub kannst du den Posten abhaken. Ansonsten informiere dich über die Preise für Essen und Trinken im Land und berücksichtige das beim Reisebudget berechnen.

Hast du Bonuspunkte von Hotelketten wie Hilton, ist eventuell das Frühstück inklusive.

Eine günstige Alternative zum Hotel ist die Ferienwohnung. Ich buche sie gerne für berufliche Aufenthalte, weil ich dort ungestört arbeiten kann. Es gibt wirklich tolle Angebote mit allem drum und dran, ich hatte schon welche mit privatem Pool und Breitbildfernseher zu einem sagenhaft günstigen Preis. In den meisten Fällen ist bei der Ferienwohnung kein Essen dabei, darum musst du dich selbst kümmern.

Noch günstiger wird es in der Jugendherberge. Du musst hier nicht unbedingt im Massen-Schlafsaal übernachten. Einige haben private Zimmer mit eigener Dusche. Moderne Hostels sind sauber, liegen günstig und du lernst dort schnell Leute kennen.

In Ländern wie Kanada, USA und Australien kann es Sinn machen ein Wohnmobil zu mieten. Das macht Spaß, ist familienfreundlich und verhältnismäßig günstig. Egal wohin du gehst, deine Unterkunft ist immer dabei.

Bleibt noch Camping. Es gibt eine Edel-Variante, das Glamping, und gewöhnliche Campingplätze, die deutlich preiswerter sind. Moderne Campingplätze sind mit Duschen, Kochgelegenheiten und Restaurants ausgestattet, manche bieten sogar Sportanlagen und Swimming-Pools. Beim Glamping genießt du den Komfort eines Fünf-Sterne-Hotels. Du kannst mit dem Wohnmobil kommen, dein eigenes Zelt mitbringen oder einen kleinen Bungalow mieten. Es wird dir an nichts fehlen.

Zähle den Preis für die Unterkunft und, falls nötig das Essen, zusammen und füge es beim Reisebudget berechnen hinzu.

Attraktionen und Aktivitäten

Was wäre ein Urlaub ohne Sehenswürdigkeiten und sportliche Abenteuer? Auch diese Dinge musst du beim Reisebudget berechnen mitplanen.

Museen und Kunstgalerien haben oft einen Wochentag, an dem du sie umsonst besichtigen kannst. Falls nicht, ist der Eintritt eventuell in einem speziellen Touristen-Ticket oder einem Städte-Pass enthalten.

In Amerika findest du oft Zeitungen mit Rabatt-Codes für Themenparks und andere Attraktionen. Hotels und Supermärkte geben dir diese Rabatt-Blätter oft kostenlos. Alternativ kannst du online auf Seiten wie Groupon nach ermäßigten Tickets suchen.

Willst du gar kein Geld ausgeben, sind hübsche Stadtparks und Künstlerviertel das Richtige. Auch der Strand muss nicht unbedingt Geld kosten.

Sportliche Aktivitäten bekommst du im Internet häufig günstiger als vor Ort. In Luxushotels sind Tennisplatz und Fitness-Center häufig inbegriffen. Edelhotels am Strand bieten oft zusätzlich Kajaks oder Bootstouren an.

Ein bisschen Taschengeld

Ein wenig Taschengeld für den Kaffee zwischendurch oder eine zusätzliche Flasche Wasser darf im Reisebudget nicht fehlen.

Plane beim Reisebudget berechnen dafür einen fixen Betrag pro Tag ein. Was du nicht verbrauchst, steht am nächsten Tag zur Verfügung. Bleibt dir am Ende des Urlaubs Geld übrig, umso besser.

Das Taschengeld ziehst du dir am besten in lokaler Währung aus einem Automaten. Falls möglich, bewahrst du es getrennt von der Kreditkarte auf.

In westlichen Ländern zahlst du am besten so oft wie möglich mit Kreditkarte. Das gilt vor allem, wenn du eine hast, mit der du Meilen sammelst. So sparst du im Urlaub Bonusmeilen für die nächste Reise an. 

Bei dieser Variante brauchst du nur ein paar Münzen oder kleine Scheine als Taschengeld, um dem Kellner Trinkgeld geben zu können. Auch Straßenhändler nehmen in der Regel keine Kreditkarten.

Geschenke und Souvenirs

Ein Kumpel von mir legt großen Wert auf Souvenirs und kauft das Zeug haufenweise. Ich selbst halte sie nicht mehr für so wichtig wie früher, weil viele Leute selbst reisen und weil durch die Globalisierung heute alles überall erhältlich ist. Das laut Straßenhändler “einzigartige und wertvolle Souvenir aus Afrika” kannst du auch in Deutschland bei Aldi kaufen.

Wenn du ein wirklich einzigartiges Souvenir suchst, mach das keinesfalls neben Sehenswürdigkeiten und in typischen Touristengegenden. Das Zeug, das hier verkauft wird, stammt meistens aus China und ist völlig überteuert.

Abseits der Touristenpfade findest du nicht nur höherwertige Produkte zu deutlich günstigeren Preisen, du unterstützt mit dem Kauf auch die Menschen vor Ort. Ich kaufe Souvenirs und Geschenke immer nur auf diese Art.

Websites, die beim Recherchieren von Reisekosten helfen

Ein paar schlaue Leute, meistens digitale Nomaden, die häufig und regelmäßig reisen, haben Websites erstellt, die dir dabei helfen, die Kosten deines nächsten großen Abenteuers detailliert zu ermitteln. Hier sind die drei besten, die ich regelmäßig selbst nutze:

Budget Your Trip

Budget Your Trip ist ein unglaublich umfassender Leitfaden, der alle Aspekte berücksichtigt und dir genau verrät, wieviel deine nächste Reise kosten wird.

Wenn du dich registrierst, kannst du dort dein eigenes, persönliches Reisebudget erstellen und zusätzliche Tipps für Anfänger und erfahrene Urlauber abrufen.

Nomadlist

Diese Seite ist großartig für alle, die ein längeres Abenteuer planen. Nomadlist wird von digitalen Nomaden betrieben und hilft in erster Linie dabei die Lebenshaltungskosten in anderen Ländern zu ermitteln.

Durch die Webseite erfährst du, wie viel Einheimische für Bier und eine Tasse Kaffee ausgeben, wo du eine günstige Unterkunft findest und wie gut die Internetverbindung ist. Du kannst auch mit Leuten, die im Zielland leben, Kontakt aufnehmen und spezifische Fragen stellen.

Expatistan

Diese clevere Website hat ebenfalls digitale Nomaden im Visier, die länger im Zielland bleiben möchten. Im Endeffekt ist Expatistan eine riesige Datenbank mit Lebenshaltungskosten, die regelmäßig aktualisiert wird. Du kannst unterschiedliche Standorte vergleichen und schnell herausfinden, wo du dir einen längeren Aufenthalt leisten kannst. 

Die besten Apps zum Reisebudget berechnen

Spezielle Apps sorgen dafür, dass du unterwegs immer einen Überblick über deine Ausgaben hast. Sie funktionieren häufig auch ohne Internetverbindung. Hier sind die besten:

Trail Wallet

Diese App funktioniert auf iOS- und Android-Geräten. Du kannst in Trail Wallet ein tägliches Ausgaben-Limit festlegen, Bilder von Belegen hochladen und Beträge in lokale Währungen umrechnen lassen. In der kostenlosen Version kannst du bis zu 25 Posten verwalten. Brauchst du mehr, musst du für 4,99 US-Dollar ein Upgrade kaufen. teste die App am besten zu Hause und prüfe, ob sie deinen Ansprüchen genügt.

Trabee Pocket

Auch dieses Tool kannst du auf iOS und Android nutzen. In Trabee Pocket kannst du beliebig viele Ausgaben in acht verschiedene Kategorien einsortieren. Du kannst Bilder von Belegen hizufügen und dir einen Ausgabenbericht erstellen lassen.

Das Upgrade für 2,49 US-Dollar brauchst du nur, wenn du mit mehreren Währungen arbeiten musst oder mehr Kategorien benötigst.

TripCoin

Diese erstklassige App gibt es leider nur für iOS. Sie ist kostenlos, es gibt keine Upgrades und In-App-Käufe.

Das Hinzufügen neuer Einträge ist in TripCoin kinderleicht. Du kannst dir Berichte erstellen lassen und diese bei Bedarf nach Excel, Numbers, Open Office oder Google Tabellen exportieren. 

Wally

Die App für iOS und Android ist empfehlenswert, wenn du in einer Gruppe reist. Du kannst mit Wally gemeinsame Konten verwalten und Zahlungen mit Freunden teilen. Ausgaben kannst du in Kategorien einteilen und verwalten, auch in lokaler Währung.

Die kostenpflichtige Version (24,99 US-Dollar pro Jahr) lohnt sich nur für Vielreisende, beispielsweise Reiseführer, die Ausgaben für die gesamte Reisegruppe im Auge behalten möchten.

SplitWise

Hast du im Urlaub schon mal eine Essensrechnung mit Freunden geteilt? Aus dieser Situation entstand das praktische SplitWise. Du hältst in der für iOS und Android verfügbaren App dieRechnung fest und bestimmst anschließend, wie sie aufgeteilt werden soll. SplitWise erinnert deine Freunde per E-Mail, dass eine Zahlung fällig ist.

Du kannst die Ausgaben kategorisieren, Beträge in über 100 Währungen berechnen und auf wunsch alle Ausgaben in einem Cloudspeicher synchronisieren. Berichte exportiert die App in eine überall verwendbare CSV-Datei.

Sparen oder mehr Einkommen aufbauen?

Damit du deine Finanzen mit diesen Apps verwalten kannst, musst du natürlich erstmal welche haben. 

Die meisten Urlauber sparen für die Reise, einige wenige bauen stattdessen ein zusätzliches Einkommen auf, das die Reise finanziert. Wenn du meinen Blog kennst, weißt du, dass ich ein Freund der zweiten Methode bin.

Fangen wir trotzdem mit den Sparern an. Erhältst du als Arbeitnehmer ein regelmäßiges Gehalt, kannst du für einen bestimmten Termin das Reisebudget berechnen. Legst du jeden Monat 100 Euro zur Seite, hast du nach einem Jahr 1.200 Euro angespart. Das reicht nicht für eine Weltreise, zwei Wochen Mallorca ist aber durchaus drin.

Um die Sache zu beschleunigen, solltest du die 100 Euro jeden Monat auf ein Konto überweisen lassen, das Zinsen bringt. Vergiss Tagesgeldkonten und Sparbücher, die bringen gar nichts. Überweise das Geld stattdessen an einen Robo-Advisor oder nutze P2P-Lending, um Zinsen in Höhe von 6 bis 15 Prozent zu erhalten. 

Zum Sparen gehört auch das Meilen sammeln. Bezahle am besten alles mit einer an ein Bonusprogramm gekoppelten Kreditkarte, um möglichst schnell viele Punkte zu sammeln. Du kannst auch Payback-Punkte sammeln und sie in Miles-and-More-Bonuspunkte umtauschen. Je mehr Meilenpunkte du sammelst, desto weniger reales Geld musst du beim Reisebudget berechnen einplanen. 

Die bessere Alternative der Reisefinanzierung

Willst du es lieber so wie ich machen, lässt du Vermögenswerte für die Reise bezahlen. Die musst du entweder aufbauen oder kaufen.

Auch diese Methode erfordert Zeit und etwas Anstrengung. Wenn du es richtig machst, hast du nach einem Jahr aber deutlich mehr Urlaubsgeld auf dem Konto als mit der Sparmethode. Außerdem generieren die Vermögenswerte auch Geld während du reist. Nach der Rückkehr hast du, im Gegensatz zur Sparmethode, kein leer geräumtes Bankkonto.

Meilen sammeln, um den Reisepreis zu drücken, funktioniert auch beim Aufbau von Vermögenswerten. Kaufe ich Wertpapiere, bezahle ich mit meiner Miles-and-More-Kreditkarte. Baue ich ein Online-Business auf, bezahle ich alle anfallenden Kosten mit der Miles-and-More-Kreditkarte. Im fortgeschrittenen Stadium, wenn es um größere Vermögenswerte geht, fließen große Geldbeträge, so dass mir die Beschaffung eines einzelnen neuen Vermögenswertes einen kostenlosen Flug bescheren kann. 

Treiben wir es mal auf die Spitze. Du kaufst ein Haus mit vier Wohnungen, in der Absicht diese zu vermieten und damit zusätzliches Einkommen zu generieren. So ein Haus kostet 500.000 Euro. In Meilen umgerechnet, bekommst du dafür eine Weltreise in der First Class (500.000 Meilen). Willst du nicht alles nur für den Flug auf den Kopf hauen, fliegst du Business (335.000 Meilen) oder Economy (180.000 Meilen) und bezahlst mit den restlichen Meilen alle auf dem Weg liegenden Hotels.

Bei diesem, zugegeben für die meisten Menschen extremen, Beispiel erhältst du nicht nur das Haus als Vermögenswert, du kriegst noch eine kostenlose Weltreise als Sahnehäubchen oben drauf.

Starten kannst du dieses irre Abenteuer mit einem guten Buch, das dir auf lockere, unterhaltsame Weise die nötige Finanzbildung verschafft. Lies es, lerne und – ganz wichtig!! – setze das Gelernte in die Tat um.

Ein paar letzte Gedanken zum Reisebudget berechnen

Egal, wohin deine Reise geht und wie lange sie dauert – zwei Dinge solltest du niemals tun:

  • die Reise mit einem Kredit finanzieren

Konsumentenkredite sind Gift, die Banken verlangen dafür unverschämt hohe Zinsen. Stell dir vor, du musst noch 18 Prozent mehr für deinen ohnehin schon sehr teuren Trip nach Australien bezahlen. Mit einem Kredit senkst du deine Reisekosten nicht, du erhöhst sie dramatisch.

  • auf etwas verzichten, weil das Geld nicht reicht

Wenn du gar nicht in die Puschen kommst, bleibt die Traumreise ein Traum. Ist deine Reisefinanzierung schlecht oder nicht gut durchdacht, musst du unterwegs abspecken. Stell dir vor, du bist in Australien und musst auf den Ayers Rock verzichten, weil dein Reisebudget erschöpft ist. Gerade wenn du nicht gut mit Geld umgehen kannst, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du Australien nur einmal in deinem Leben sehen wirst. Und dann auf eine Hauptattraktion verzichten? Ich würde das nie tun. 

Mit diesem Beitrag hältst du ein gutes Werkzeug für das Reisebudget berechnen in der Hand. Setze in die Tat um, was du gelernt hast, nutze jede Möglichkeit den Reisepreis zu drücken und fange heute noch mit dem Meilensammeln an. Dann wirst du in Zukunft nicht nur öfter und weiter reisen, sondern auch länger. Und du musst nie wieder auf die Hauptattraktion verzichten.

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