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Reisen als freier Autor finanzieren – Tipps für 2021

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Hier kommt ein neuer Tipp, wie du deine geplanten Reisen als freier Autor finanzieren kannst. Tritt in meine Fußstapfen und fang zu schreiben an! Dieser Blogpost liefert dir alle notwendigen Informationen, die du brauchst um als freiberuflicher Autor durchzustarten.

Freiberuflich schreiben ist kein schlechtes Geschäftsmodell. Ich verdiene damit inzwischen mehr als ich als fest angestellter Redakteur beim Burda-Verlag bekam. Und ich bin damit ortsunabhängig. Es ist egal, ob ich diese Zeilen zu Hause, am Nordpol oder in einer Ferienwohnung in Kapstadt schreibe. Der Leser wird es nicht merken.

Wenn du für Kunden schreibst, lernst du dabei Fähigkeiten, die du auch in anderen Bereichen brauchen kannst. Die meisten Kunden verlangen heute Texte, die für Suchmaschinen wie Google optimiert sind. Die gleichen Texte muss ein Blogger, der Besitzer eines Ecommerce-Business und auch ein festangestellter Texter bei einem Online-Portal wie Check24 zu Stande bringen. Du eröffnest dir somit zahlreiche Möglichkeiten, mit denen du Reisen als freier Autor finanzieren kannst.

Natürlich gibt es ein paar typische Fallen und Anfängerfehler, die Zeit und Geld kosten. In der Theorie klingt alles immer leichter als in der Praxis. Deshalb dieser Beitrag. Er soll dir dabei helfen die typischen Fehler zu vermeiden, damit du schnell durchstarten kannst. Es ist ein recht umfangreicher Beitrag, navigiere einfach im Inhaltsverzeichnis zu den für dich passenden Stellen.

Table of Contents

Warum ein freiberuflicher Autor werden?

Fangen wir mit dem Offensichtlichsten an. Warum ein freiberuflicher Autor werden? Es war bei mir nicht nur die Lust am Schreiben, ich erkannte auch recht schnell, dass sich dieses Geschäft besonders gut ortsunabhängig betreiben lässt. Alles, was du brauchst, ist ein Laptop und Internet.

Die junge Generation macht es nur mit dem Smartphone oder einem Tablet, ich bevorzuge immer noch eine vernünftige Tastatur.

Wenn du es richtig machst, sind drei- bis viertausend Euro Umsatz im Monat durchaus drin. Davon musst du natürlich Steuern und andere Gebühren abziehen.

Kannst du dir vorstellen, was das für deine Reisepläne bedeutet? Du kannst nicht nur eine typische Pauschalreise finanzieren, es sind auch Langzeitaufenthalte im Ausland möglich! Autoren wie Paul Theroux machen sogar einen Lebensstil daraus. Sie mieten sich für ein paar Monate eine einsame Berghütte oder eine Ferienwohnung am Strand, um dort ihr neues Buch zu schreiben.

Du kannst auch nur eine Woche lang schreiben, zum Beispiel wenn du eine Corona-Quarantäne durchstehen musst, und in diesen Tagen das Geld für die restliche Reise mit Besichtigung aller Sehenswürdigkeiten verdienen.

Das ist die Art, wie ich in Corona-Zeiten reise. Sollen sie mich ruhig in Quarantäne stecken. Dauert sie zwei Wochen, reicht das für ein paar gut bezahlte Werbetexte oder Zeitungsartikel. Dauert sie vier Wochen oder länger, schreibe ich ein ganzes Buch.

Die verschiedenen Arten des freiberuflichen Schreibens

Bevor wir uns auf die Details stürzen, solltest du dich mit den verschiedenen Arten des freiberuflichen Schreibens vertraut machen. Schau sie dir an und wähle diejenige aus, die dir am meisten zusagt.

Ganz am Anfang solltest du nicht auf die Verdienstmöglichkeiten schielen, nur auf das mögliche Verdienstpotenzial. Wie alle Geschäfte braucht auch das Schreiben eine gewisse Anlaufzeit. Wichtig ist, dass die all diese Berufe die Möglichkeit eröffnen Reisen als freier Autor finanzieren zu können.

Bloggen

Die ersten Blogger begannen ihre Arbeit in den 1990er Jahren, damals waren es meistens Hobbyprojekte, in denen jemand über seine Haustiere, Urlaubsreisen oder Computerspiele schrieb.

Diese Zeiten sind längst vorbei, auch wenn das ein paar traditionelle Medien immer noch nicht kapiert haben. Blogger schreiben inzwischen hochprofessionelle Texte, die ihrer Zielgruppe echten Mehrwert bieten.

Kein Unternehmen kommt heute ohne ein Blog aus. Es ist eines der wichtigsten Werkzeuge für Marketing, Markenaufbau, Imagepflege  und die Kommunikation mit Kunden. Eine derart verantwortungsvolle Aufgabe kann beim besten Willen kein Hobbyschreiber ausführen! Dafür braucht man mit allen Wassern gewaschene Vollblut-Profis.

Professionelle Blogger müssen nicht nur extrem gut schreiben können, sie haben auch ständig die Suchmaschinen im Auge und reagieren sofort, wenn Google mal wieder seine Spielregeln ändert.

Zur Zeit funktionieren lange Texte besser, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Der Algorithmus von Google ist inzwischen so intelligent, dass er sogar die Qualität von Texten richtig beurteilen kann. Das fließt natürlich in das Ranking für die Webseite ein.

Im Jahr 2021 ist Bloggen zu einer Aufgabe für Spezialisten geworden. Unternehmen suchen händeringend nach engagierten Fachautoren, die ihre Blogs mit langen, qualitativ hochwertigen Beiträgen bestücken, die in der Google-Suche gut ranken.

Dieser Fachautor könntest du sein.

Noch etwas, versucht dich ein Unternehmen mit einem Taschengeld abzuspeisen, weil bloggen “nur ein Hobby” ist, lass dich keinesfalls über den Tisch ziehen. Die haben einfach den Knall nicht gehört. Ein guter Blogger weiß, wie viel seine Arbeit wert ist und scheut sich nicht davor einen angemessenen Preis zu verlangen.

Content Writer

Hier haben wir eine zigtausendmal vergewaltigte Wortneuschöpfung für einen Autor, der für Produkte wirbt, ohne dabei ein konkretes Verkaufsangebot zu machen.

Content kann alles sein – Blog-Posts, Beiträge in den sozialen Medien, Fallstudien für Kunden, Anleitungen, Rezensionen, Ebooks und vieles mehr. Es schließt auch Videos, Musik und andere Dinge, die keine Texte sind mit ein.

Ein sogenannter Content Writer muss das große Ganze im Blick haben. Er muss das Geschäft seines Kunden wirklich gut verstehen, denn daraus entwickelt er eine fesselnde Geschichte, die in kleinen Häppchen auf verschiedenen Plattformen erzählt wird.

Es geht vor allem darum die Beziehung zwischen einem Unternehmen und seinen Kunden zu verbessern. Der Content Writer muss auch sofort reagieren, wenn ein “Shitstorm” droht.

In größeren Firmen arbeiten mehrere Content Writer als Team. Der eine betreut die Fans auf Facebook, ein anderer macht Bilder und Videos für Instagram, wieder ein anderer beantwortet die Kommentare auf dem Firmenblog.

Content Writer sind echte Allrounder, in der realen Welt könnte man sie am ehesten mit einem Kundensachbearbeiter vergleichen, der sich gleichzeitig um die Imagepflege kümmert.

Nur eines darf ein Content Writer niemals tun: Wie ein Verkäufer klingen. Das darf nur ein

Copywriter

Ein Copywriter schreibt Verkaufstexte. Seine Aufgabe ist es, Menschen dazu zu bringen ein Produkt oder eine Dienstleistung zu kaufen. Er benutzt dafür manipulative Schreibtechniken, die Klicks und Verkäufe generieren. 

Der Copywriter ist für Landing-Pages, reine Verkaufsseiten und die Texte von Werbeanzeigen verantwortlich. Um die maximale Anzahl an Verkäufen zu generieren, studieren Copywriter Fachbücher über Psychologie und Kaufverhalten. Offiziell brauchst du keine besonderen Qualifikationen, um ein Copywriter zu werden. Deine Chancen auf einen Auftrag steigen aber beträchtlich, wenn du psychologisches Fachwissen mitbringst.

Von allen Arten von Autoren wird der Copywriter mit Abstand am besten bezahlt. Ganz einfach, weil er derjenige ist, der das Geld für ein Unternehmen generiert. Seine Fähigkeit macht den Unterschied, ob ein Kunde kauft oder nicht.

Wer Produkte verkaufen kann, der kann sich auch selbst verkaufen. Erfahrene Copywriter haben es leicht an lukrative Aufträge zu kommen. Sie verstehen es, ihren Kunden den finanziellen Mehrwert ihrer Schreibtätigkeit zu vermitteln und schaffen es mit ihren manipulativen Methoden auch immer wieder, dass der Kunde den Vertrag unterschreibt. Wer Klicks auslösen kann, der kann auch Unterschriften provozieren.

Technisch orientierte Fachautoren

Nicht ganz so glamourös, aber ebenfalls gut bezahlt ist das technische Schreiben, weil es viel Fachwissen erfordert. Technische Schreiber erstellen Benutzerhandbücher und Anleitungen für Maschinen und Software. Sie schreiben auch detaillierte Berichte und White Paper und reichern sie mit Analysen und Statistiken an.

Am häufigsten arbeiten technische Schreiber in den Branchen IT, Maschinenbau, Energiegewinnung, Pharmazeutik und Landwirtschaft. Auch aufstrebende Hightech-Branchen wie Biotechnologie, Fintech und künstliche Intelligenz brauchen technische Autoren.

Wenn du einen guten Blick für Details und vielleicht sogar ein Studium in einem technischen Bereich hast, kannst du hier ordentlich Geld verdienen und sehr viele Reisen als freier Autor finanzieren.

Freiberuflicher Journalist

Mit diesem Job habe ich mehrere Jahre mein Geld verdient, genau wie Ernest Hemingway. Ein Journalist braucht ein Gespür für gute Geschichten und die Fähigkeit zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. 

Es beginnt immer damit, dass du einen Pitch, also die Idee für deine Geschichte, an deine Kunden, meistens einen Chefredakteur, schickst. Wie man einen Pitch schreibt, kannst du heutzutage über das Internet oder auf Youtube lernen.

Normalerweise gehst du zuerst bei kleinen Tageszeitungen auf Kundensuche, um Referenzen aufzubauen. Hast du dort ein paar Aufträge bekommen, arbeitest du dich nach oben.

Oft erhältst du Aufträge, nachdem du einen Artikel veröffentlicht hast. Chefredakteure sind eine verschworene Gemeinschaft, in der jeder jeden kennt. Die geben sich gegenseitig Tipps, wo man einen guten Schreiber findet.

Natürlich war ich stolz wie Bolle, nachdem einige meiner Reportagen bei bekannten Presseagenturen wie Reuters und auch in renommierten Magazinen wie GEO und National Geographic veröffentlicht wurden.

Trotzdem würde ich zumindest Anfängern davon abraten es mit freiberuflichem Journalismus zu versuchen. Die Verleger drücken ständig die Preise, nur mit sehr viel Fleiß und noch viel mehr Glück wirst du damit genug verdienen, um deinen Lebensunterhalt zu verdienen. Soll es ein luxuriöser Lebensstil mit vielen Reisen sein, vergiss den Journalismus am besten gleich ganz. 

Ich möchte den Journalismus nicht schlecht reden, wirklich nicht. Aber der Arbeitsaufwand steht in keinem Verhältnis zum Verdienst. In den anderen Autoren-Berufen, die ich hier vorgestellt habe, verdienst du wesentlich leichter wesentlich mehr Geld.

Hast du dir ein nennenswertes Einkommen aufgebaut und etwas Luft für neue Aufträge, kannst du den Journalismus gerne mit dazu nehmen. Ansonsten solltest du dich erstmal auf die lukrativen Berufe und Nischen konzentrieren.

Wie du als freiberuflicher Autor (viel) Geld verdienst

Fangen wir mit den Branchen an, in denen besonders viel Geld zirkuliert. Dazu zählen die Finanzwelt, das Gesundheitswesen, Hochtechnologie (vor allem risikofinanzierte Start-Ups), alles mit künstlicher Intelligenz, Pharmazie, Immobilien und Versicherungen.

Bevor du einen Kunden aus diesem Bereich ansprichst, solltest du dir sein Unternehmensprofil auf Xing oder LinkedIn anschauen. Wieviele Mitarbeiter beschäftigt  das Unternehmen? Ist sein Standort in einer teuren Hauptstadt oder auf dem Land? Bei dieser Gelegenheit kannst du auch gleich herausfinden, wer Autoren betreut, also für dich zuständig ist.

Schaue dir außerdem die Webseite der Firma an, suche nach Pressemeldungen über Neueinstellungen, neue Produkte und erfolgreiche Finanzierungsrunden.

Handelt es sich um eine Aktiengesellschaft, muss sie ihre Bilanzen veröffentlichen. Darin kannst du lesen, ob die Firma Geld verdient oder verschuldet ist.

Das alles verhindert, dass du deine Zeit mit Kunden verschwendest, die sich deine Arbeit nicht leisten können oder nicht zahlen wollen. Was du brauchst, sind solvente Kunden, keine Hungerleider und Möchtegern-Unternehmer.

Und nimm um Gottes Willen nicht jeden Job an! Senke niemals deine Preise, wenn du bereits gute Referenzen gesammelt hast. Schicke jeden, der versucht deine Preise steil nach unten zu drücken zu Aldi. Dort findet er billige Preise.

Hast du dich für einen oder mehrere Kunden entschieden, solltest du mit dem absoluten Minimum starten: Ein Kunde, für den du einen Beitrag pro Woche schreibst.

Dein Honorar festlegen

Viele anerkannte SEO-Experten empfehlen einen hochwertigen, bis zu 2.000 Wörter langen Blogbeitrag pro Woche zu veröffentlichen. Das kannst du deinem Kunden erklären.

Die handelsübliche Vergütung für neue Schreiber liegt bei 20 Cent pro Wort. Für einen Artikel mit 2.000 Wörtern bekommst du demzufolge 400 Euro. Im Monat schreibst du vier Artikel, das ergibt einen Bruttoverdienst in Höhe von 1.600 Euro.

Deinem Kunden solltest du in der Regel nur das Gesamthonorar für den Artikel nennen, in diesem Fall 400 Euro. Die Vergütung pro Wort nennst du nur, wenn ein Kunde ausdrücklich danach fragt.

Auf gar keinen Fall solltest du Stundensätze akzeptieren, weil sie jede Steigerung deiner Fähigkeiten bestrafen. Je schneller, besser und effizienter du arbeitest, desto weniger wirst du bezahlt. Das macht keinen Sinn, oder?

Je routinierter und schneller du beim Schreiben und beim Kunden suchen wirst, desto mehr Zeit bleibt dir, um deine Einnahmen zu steigern. Stell dir vor, du hast noch zwei weitere Kunden, die ebenfalls 1.600 euro im Monat zahlen. Das macht einen Bruttoumsatz von insgesamt 4.800 Euro. Damit kannst du locker Reisen als freier Autor finanzieren.

Natürlich dauert es eine Weile, bis du dieses Ziel erreichst, aber es ist möglich.

Schritt für Schritt zum freiberuflichen Autor

Machen wir es noch konkreter: Damit überhaupt ein Kunde anbeißt, brauchst du ein Portfolio, das ein paar wirklich gute Texte von dir zeigt. Dieses Portfolio baust du am besten so auf:

Schritt 1: Analysiere dich selbst

Arbeitest du in einer Bank oder im Rechnungswesen? Das wäre die perfekte Ausgangsposition für einen freiberuflichen Content Writer mit Spezialisierung auf Finanzdienstleister, einschließlich der lukrativen Fintech-Branche.

Es gibt tausende Unternehmen im Finanzbereich. Jedes davon benötigt starke Texte, um neue Kunden zu gewinnen und Bestandskunden zu betreuen. Die großen Firmen haben oft ein Team von internen Content Writern, aber die kleineren lassen diese Arbeit häufig von Freiberuflern erledigen.

Ein Immobilienmakler mit langjähriger Erfahrung kann für die Immobilienbranche tätig werden, ein Touristiker in der Reisebranche und ein Computerfreak könnte über künstliche Intelligenz schreiben.

Schreib auf, welche Berufe du gelernt hast und welche Schulen du besucht hast. Schau dir auch deine Hobbys an. Ist da etwas aus den lukrativen Branchen dabei? 

Zuletzt überlegst du dir, was dir am meisten Spaß machen würde, so dass du es auch hauptberuflich, acht Stunden täglich unter Zeitdruck machen kannst.

Schritt 2: Definiere deine Nische und grenze sie ein

Eine klar definierte Nische zu haben, hilft dir dabei Kunden zu finden, eine persönliche Marke aufzubauen und dich selbst zu vermarkten. Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, dein Fachwissen und deine Interessen mit potenziellen Kunden abzugleichen, die Texte zu diesem speziellen Thema benötigen.

Der Finanz-Autor könnte sich auf amerikanische Fintech-Unternehmen spezialisieren, der Reiseblogger auf ein konkretes Reiseziel wie Orlando, Florida. Der Immobilienmakler könnte über Gewerbeimmobilien in Darmstadt schreiben. 

Zu viel Einschränkung darf es aber auch nicht sein. Es könnte passieren, dass dir die Themen für deine Artikel ausgehen oder dass es nicht genug Kunden gibt, um davon leben zu können. 

Leider gibt es kein Patentrezept für das richtige Einschränken. Dafür musst du ein Bauchgefühl entwickeln. Sollte deine Nische zu eng geworden sein, hilft es manchmal sie mit etwas anderem zu kombinieren. Bei mir geht es um Reisen, als Spezialisierung habe ich die Reisefinanzierung gewählt. Anders gesagt, ich habe den Tourismus mit der lukrativen Finanzbranche kombiniert. 

Hast du dein Thema, sprich: deine Nische, festgelegt, suchst du auf Google nach Unternehmen in deinem Interessensgebiet. Schau dir ihre Webseiten an. Haben sie Blogs? Veröffentlichen sie regelmäßig Fallstudien oder White Papers? Sind sie finanziell gut ausgestattet? Machen sie gute Gewinne? Falls ja, könnte das eine vielversprechende Nische sein, die Reisen als freier Autor finanzieren kann.

Schau dir bei dieser Gelegenheit auch gleich deine Konkurrenz an und was bereits über dein Nischenthema geschrieben wurde. Dazu gibst du dein Thema, gefolgt vom Begriff “Autor” bei Google ein, beispielsweise “Fintech-Autor” oder “Autor für Fallstudien im Gesundheitswesen”. Du wirst eine Mischung aus Blogbeiträgen und Pressemeldungen finden, die von diesen Autoren veröffentlicht wurden und auch ihre eigenen Seiten, auf denen sie ihre Dienste als Schreiber anbieten.

Findet du viele Autoren, ist das kein Grund zur Panik. Im Gegenteil, es bedeutet, dass es in deiner Nische viel Arbeit gibt. 

Schritt 3: Bau deinen Namen als Autor auf

Jetzt baust du eine persönliche Marke auf, lernst Texte zu schreiben, die für deine zukünftigen Kunden relevant sind und produzierst Artikel, die du in dein eigenes Portfolio packen kannst.

Für all diese Dinge brauchst du nur ein einziges Werkzeug: Einen eigenen Blog. Du wirst erstaunt sein, wie sehr sich so ein Ding eignet, um Reisen als freier Autor zu finanzieren. So gut wie jeder freiberufliche Autor hat einen Blog, auf dem er sich und seine Texte präsentiert.

Achte darauf, dass du nur über Dinge bloggst, die für deine Kundschaft interessant sind. Möchtest du Kunden aus der Fintech-Branche gewinnen, schreibe Beiträge, die sich mit Problemen in der Fintech-Branche beschäftigen. 

Die fertigen Beiträge teilst du in den sozialen Medien, idealerweise dort wo sich deine zukünftigen Kunden herumtreiben. Sind deine Beiträge gut, positionierst du dich damit automatisch als Experte auf deinem Gebiet. In jedem Fall gelangst du auf das Radar deiner Kunden. Du wirst von ihnen wahrgenommen.

Um maximale Ergebnisse zu erzielen und auch, um Routine im Schreiben zu bekommen, damit du später die Mindestanforderung von 2.000 Wörtern pro Woche für einen Kunden erfüllen kannst, solltest du pro Woche wenigstens einen wirklich guten Blogbeitrag schreiben. 

Ein aktiver und gut gepflegter Blog ist dein wichtigstes Werkzeug für die Kundengewinnung. Du hast stets die Kontrolle darüber und kannst sofort loslegen.

Es kommt noch besser: Schaffst du es, mit dem Blog eine passable Leserschaft aufzubauen, kannst du ihr Produkte und Lösungen empfehlen und dafür Geld kassieren. Du baust Werbelinks in deine Artikel ein und wenn jemand über diesen Link ein Produkt kauft, erhältst du eine Provision. 

Auf diese Weise verdienst du als Autor Geld, noch bevor du zum ersten Mal zum Telefon greifst und den ersten Kunden anrufst! Und natürlich kannst du sofort deine Reisen als freier Autor finanzieren.

Damit du dich nicht unnötig mit technischem Kram aufhalten und möglichst noch am gleichen Tag losbloggen kannst, empfehle ich dir diesen Webhoster für deutschsprachige und den hier für englische Blogs, falls du internationale Kunden ansprechen willst.

Beide stellen dir ausreichend Speicherplatz zur Verfügung, außerdem kannst du bei diesen Anbietern WordPress mit einem einzigen Klick installieren. Hinzu kommt in beiden Fällen ein hervorragender Kundensupport, für den Fall, dass irgendetwas schief geht.

Hab ich schon erwähnt, dass beide Dienste günstig sind und Funktionen haben, mit denen du schneller und besser in den Suchmaschinen rankst?

Schritt 4: Für Kunden sichtbar werden

Ab jetzt geht es nur noch darum, die eigenen Fähigkeiten zu trainieren, das Portfolio zusammenzustellen und für potentielle Kunden sichtbar zu werden.

Damit deine Blogartikel in der Google-Suche auftauchen, musst du lernen, wie man Texte für Suchmaschinen optimiert. Im Prinzip musst du nur ein paar Schlüsselwörter oft genug in den Text einbauen. Wie oft, hängt von der Länge des Textes ab. Bei dieser Sache hilft dir das SEO-Plugin von Yoast.

Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass die Algorithmen von Google und anderen Suchmaschinen inzwischen mit künstlicher Intelligenz ausgestattet und verdammt schlau geworden sind. So schlau, dass es fast schon unheimlich ist.

Die künstliche Intelligenz kann heute sogar erkennen, ob ein Text wirklich gut geschrieben ist. Vor fünf Jahren packten wir einfach unsere Schlüsselwörter so oft wie möglich in den Text, damit der damals noch dumme Suchalgorithmus den Text als relevant einstufte und hoch rankte. Solche Tricks funktionieren heute nicht mehr. 

Schreibe für deine Kunden, nicht für die Suchmaschine! Google wird dich dafür lieben, weil der Text natürlich wirkt und ohne billige Tricks auskommt. Benutze aber trotzdem ein SEO-Plugin und beachte zumindest grob die Ratschläge des Tools.

Ist ein Artikel fertig, teilst du ihn in den sozialen Netzwerken, um mehr Sichtbarkeit zu erlangen. 

Hast du deine Schreibmuskeln so weit trainiert, dass du zwei lange Blobeiträge pro Woche schreiben könntest, machst du genau das. Einen Beitrag veröffentlichst du auf deinem Blog, den zweiten bietest du anderen Bloggern als Gastbeitrag an. Alternativ formulierst du ihn zu einer Pressemeldung um und veröffentlichst ihn auf Seiten wie OpenPR.

Du kriegst dadurch noch mehr Sichtbarkeit, weil deine Artikel jetzt an mehreren Stellen im Internet auftauchen. Außerdem bekommst du damit Backlinks, die dafür sorgen, dass dein eigener Blog höher in den Suchmaschinen rankt.

Gute Artikel, die du woanders veröffentlichst, werden von den Nutzern ebenfalls in den sozialen Medien geteilt, was dir auch dort mehr Reichweite verschafft.

Meistens musst du für Presseportale und andere Blogs eine kleine Biografie schreiben, damit die Leser wissen, von wem der Gastbeitrag stammt. Es ist üblich, diese Biografie in der dritten Person zu schreiben. Packe den Hinweis dazu, dass du Aufträge von Kunden annimmst und setze dahinter einen Link zu deinem Blog.

Deine besten Artikel, das sind diejenigen, die besonders oft geliket, geteilt oder lobend kommentiert wurden, und auch die auf anderen Blogs veröffentlichten Beiträge packst du, zusammen mit deiner Biografie und ein bisschen Werbetext in eine PDF-Datei, die interessierte Kunden auf deiner Webseite herunterladen können. Diese PDF-Datei ist dein Portfolio, deine Referenz, mit der du auf Kundenfang gehst.

Schritt 5: Den ersten Kunden gewinnen

Alles, was du bis jetzt gemacht hast, war in Vorleistung zu gehen. Du hast dein Geschäft aufgebaut, aber ohne zahlende Kunden ist es kein Geschäft. Bildlich gesprochen hast du bis jetzt nur deinen Laden eingerichtet und die Tür geöffnet.

Jetzt musst du dafür sorgen, dass die Menschen dein Geschäft betreten und etwas kaufen. Hast du ein Finanzblog und zufällig jemanden in deinem Bekanntenkreis, der in der Finanzbranche arbeitet, würde ich dort anfangen. Biete ihm einfach deine Dienste altfreiberuflicher Autor an.

Gefällt ihm dein Blog und dein Portfolio, hast du deinen ersten Kunden und kannst mit seinem Geld deine ersten Reisen als freier Autor finanzieren.

Ansonsten sind in der Regel Xing und LinkedIn die besten Adressen. Richte dort, falls nicht vorhanden, ein Profil ein und gib an, dass du freiberuflicher Autor für eine bestimmte Art von Texten bist. Verweise auf dein Portfolio, verlinke auf zwei oder drei deiner besten Blogartikel und gib ein paar relevante Kommentare mit hohem Nutzwert ab, wenn jemand etwas über dein Thema veröffentlicht.

Als nächstes suchst du gezielt nach Entscheidungsträgern, die für die Betreuung von Autoren zuständig sind. Sie tragen meistens Stellenbezeichnungen wie Content-Manager, Head of Content oder Marketing-Manager.

Schicke diesen Entscheidungsträgern eine kurze und knackig formulierte Nachricht, in der du ihnen deine Dienste anbietest. Wie immer verweist du dabei auf dein Portfolio und auf vorhandene Referenzen in Form von Gastbeiträgen und Presseartikeln.

Zeigt der Kunde Interesse, vereinbarst du mit ihm ein Einführungsgespräch, in dem genau festgelegt wird, wie du dem Kunden helfen kannst und was er von dir erwartet.

Schritt 6: Testimonials sammeln

Erhältst du nur Absagen oder gar keine Reaktion, kann ein Testimonial der Sache auf die Sprünge helfen. Die möglichen Kunden vertrauen dir offenbar nicht, du musst jemanden finden, der bestätigt, dass du tatsächlich vertrauenswürdig bist.

Hast du ein Finanzblog und zufällig jemanden in deinem Bekanntenkreis, der in dieser Branche arbeitet, biete ihm deine Dienste an. Mache ihm einen sehr guten Preis oder verlange als Gegenleistung nur seine ehrliche Meinung, ein Bild von ihm und die Erlaubis, dass du ihn als Testimonial in dein Portfolio aufnehmen darfst.

Ansonsten kannst du Blogger fragen, für die du Gastbeiträge schreibst. Du kannst auch mal versuchen einen Artikel an eine Tageszeitung zu schicken. Wird er veröffentlicht, ist das eine sehr gute Referenz.

Je mehr dieser Testimonials du sammelst, desto vertrauenswürdiger wirkst du auf Kunden, die dich gar nicht kennen – und desto leichter ist es Aufträge von diesen Leuten zu bekommen.

Hast du für vier oder fünf Kunden geschrieben, dabei gute Arbeit abgeliefert und entsprechende Bewertungen von ihnen erhalten, die du veröffentlichen darfst, wird die Sache fast zum Selbstläufer. Die zufriedenen Kunden empfehlen dich weiter, du bekommst immer mehr Aufträge.

Ich kenne keinen einzigen guten freiberuflichen Autor, der sich jemals über fehlende Arbeit oder zu wenig Kunden beklagt hat. Meistens ist eher das Gegenteil der Fall. Diese Leute können sich nicht vor Aufträgen retten. 

Hast du es soweit gebracht, wirst du sehr viele Reisen als freier Autor finanzieren können.

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