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Reisen und dabei Geld verdienen: Diese Methoden machen es möglich!

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Du willst Reisen und dabei Geld verdienen? Das ist leichter, als du denkst! Die Kunst besteht darin, die Spreu vom Weizen zu trennen und unter den zahlreichen verfügbaren Möglichkeiten diejenige auszuwählen, die deinem Reise- und Lebensstil entspricht.

Wie du als Arbeiter reisen und dabei Geld verdienen kannst

Arbeiter und Angestellte arbeiten für einen Chef. Während sie das tun, haben sie keinen Urlaub und können, wenn überhaupt, nur aus beruflichen Gründen reisen.

Das war immer so, bis Covid-19 diese aus dem 18. Jahrhundert stammende Regel sprengte und sowohl Arbeiter als auch die Chefs dazu zwang neue Wege zu gehen. Sehr viele Firmen erlauben inzwischen das Arbeiten von zu Hause aus und die schlauesten Mitarbeiter machen ihre Jobs einfach unter Palmen.

Typische Büro-Jobs wohlgemerkt, denn mit den meisten anderen Berufen funktioniert es nicht. Dem Chef kann es egal sein, ob du in Thailand oder in Hamburg sitzt, so lange du gute Arbeit machst und pünktlich ablieferst. 

Hast du einen Beruf, bei dem Homeoffice nicht möglich ist, sparst du dir den Urlaub zusammen und lässt die Arbeit zurück im kalten Deutschland. Aber was, wenn du deutlich länger als drei Wochen weg willst, beispielsweise sechs Wochen nach Australien? Oder wenn du einfach die Reisekosten nach unten drücken willst?

In diesen Fällen macht es Sinn, Geld während der Reise zu verdienen. Ich kenne viele Leute, die gegen freie Kost und Übernachtung in Hostels mitarbeiten. Oft bekommen sie zusätzlich noch etwas Geld. Sehr beliebt ist auch die Arbeit als Tour-Guide oder als Animateur. Einige Leute unterrichten Englisch oder Deutsch im Urlaubsland, junge Erwachsene können auf Bio-Bauernhöfen mithelfen. Auch Jobs auf Kreuzfahrtschiffen und Yachten bieten sich an.

Mir persönlich gefällt keine dieser Möglichkeiten, weil man dabei wertvolle Urlaubszeit gegen Geld tauschen muss. Abgesehen davon bist du in den meisten Fällen an einen bestimmten Ort gebunden. 

Der Arbeitgeber bestimmt, wie viel Freizeit du hast und zu welchen Zeiten du arbeiten musst. Er legt auch fest, wie viel Geld du verdienst. Kurz gesagt, du bist ihm auf Gedeih und Verderb ausgeliefert und hast keine Kontrolle über deine Zeit und über dein Geld.

Wie du als Freiberufler unterwegs Geld verdienen kannst

Die meisten Vielreisenden, die ich kenne, finanzieren sich den Urlaub mit freiberuflichen Tätigkeiten. Sie arbeiten als Webdesigner, virtuelle Assistenten, Übersetzer oder Grafiker. Weil du für solche Tätigkeiten nur einen Laptop und eine Internetverbindung brauchst, kannst du deine Reise mit dieser Methode unendlich lange strecken. 

Es gibt noch eine zweite Möglichkeit: Wenn du es schaffst dir einen erfolgreichen Blog, Instagram-Account oder YouTube-Kanal aufzubauen, kannst du von Werbeeinnahmen leben oder als Influencer Geld von Firmen kassieren, die ihre Produkte auf deinem Kanal zeigen möchten. Bei dieser Art von Tätigkeit arbeitest du nur für dich selbst. Bist du Reise-Influencer, verschmelzen Arbeit und Urlaub zu einer Einheit. Du fährst irgendwo hin und produzierst dort Inhalte für deinen Kanal oder Blog. Das ist echtes reisen und dabei Geld verdienen.

Im Gegensatz zum Arbeiter, kannst du dir als Freiberufler oder Influencer deine Zeit frei einteilen. Ich habe solche Tätigkeiten jahrelang gemacht.

Weil ich warme Länder bevorzuge, sah meine Zeiteinteilung so aus: Den Vormittag verbrachte ich mit Baden und langen Strandspaziergängen, nachmittags arbeitete ich in einer angenehm klimatisierten Ferienwohnung. Abends, wenn die Sonne nicht mehr so heiß brannte, ging ich noch einmal ans Meer oder stürzte mich ins Nachtleben. An Wochenenden nahm ich mir frei und nutzte die Zeit, um weiter entfernte Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Waren diese am Wochenende ständig überfüllt, oder gab es unter der Woche deutlich günstigere Preise, änderte ich einfach meinen Plan und legte das Wochenende auf Dienstag oder Mittwoch. Es ist richtig toll, wenn man sich seine Zeit frei einteilen kann.

Es gibt aber auch ein paar Schattenseiten: 

Wenn du erst nach dem Abflug anfängst auf diese Weise zu arbeiten, gerätst du schnell in finanzielle Schwierigkeiten. Baue dir bereits zu Hause einen Kundenstamm, beziehungsweise viele Follower und Werbeeinnahmen in Höhe von mehreren hundert Euro im Monat auf. Wenn du das geschafft hast, kannst du beruhigt losziehen, denn du weißt bereits, dass dein Geschäft funktioniert.

Arbeitest du für Kunden, musst du sicherstellen, dass du im Zielland eine gute Internetverbindung hast. Du wirst die Hölle erleben, wenn der Abgabetermin immer näher rückt und du verzweifelt versuchst Daten über eine schwache WLAN-Verbindung hochzuladen.

In Hotels und Cafes findest du häufig nicht die nötige Ruhe, um konzentriert zu arbeiten. Ständiger Lärm oder das Personal, das dein Zimmer ausgerechnet dann sauber machen will, wenn du in einer wichtigen Arbeit steckst, können nervig sein. Es gibt Leute, denen das nichts ausmacht. Ich selbst nehme lieber eine Ferienwohnung, in der ich ungestört bin und mein Zeug aufgebaut lassen kann.

Denke auch an die Zeitverschiebung! Wenn dein Kunde das Ergebnis morgens um neun Uhr auf dem Schreibtisch haben will, meint er damit DEUTSCHE Zeit, nicht die thailändische. Ich bin mehr als einmal um drei Uhr früh aufgestanden, um Telefongespräche mit Kunden in Deutschland zu führen oder Dateien hochzuladen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt beim Kunden eintreffen müssen.

Auch Influencer kämpfen häufig mit verrückten Problemen. Ich dachte immer, dass Firmen wie Google, Instagram und Facebook weltoffen sind. Schließlich haben sie all die Dinge erfunden, die das dauerhafte Reisen als Influencer möglich machen.

Pustekuchen! Wenn du dich mit verschiedenen Geräten auf deinem Google-Konto einloggst, bist du verdächtig. Mir wurde bei denen mehrmals das Konto gesperrt, weil sie es gewohnt waren, dass ich mich mit meinem Rechner daheim einlogge. Als ich begann eine Auslandsreportage nur mit einem iPhone zu produzieren und mich nur mit diesem Gerät von den arabischen Emiraten aus einzuloggen, drehten sie durch, hielten mich offensichtlich für einen Islamisten und weg war das Google-Konto.

Facebook und Instagram sind noch tausendmal schlimmer und misstrauischer. Ich weiß, dass die Mitarbeiter dieser Firmen selbst mehrere internetfähige Geräte besitzen und oft auch selbst als digitale Nomaden durch die Welt ziehen. Diese Menschen genießen unendliche Freiheit, aber wehe ihre Kunden loggen sich aus dem Ausland ein. Dann wirst du ins tiefste Mittelalter zurück geschleudert, der Hexerei angeklagt und einer hochnotpeinlichen Befragung ausgesetzt. Vor allem für Influencer ist es gefährlich, sich nur auf diese Dienste zu verlassen, weil sie dadurch alle Follower verlieren können.

Als Unternehmer reisen und dabei Geld verdienen

Obwohl mir die Arbeit als Freiberufler gefiel, wusste ich, dass da noch mehr war. Dass ich mir die Arbeit noch weiter erleichtern und mir gleichzeitig noch mehr Reisefreiheit verschaffen konnte, wenn ich die richtige Lösung fand.

Das Buch Cashflow-Quadrant von Robert Kiyosaki öffnete mir die Augen und lieferte den fehlenden Baustein. Es war eigentlich ganz einfach. Ich musste nur alle Arbeiten, die ich für Kunden erledigte, an jemanden delegieren, der sie günstig und zuverlässig für mich erledigte.

Nachdem ich den Auftrag vom Kunden bekam, suchte ich jemanden, der ihn ausführen und bei mir abliefern sollte. So behielt ich stets die Kontrolle über die Qualität, die der Kunde zu sehen bekam. Außerdem verhinderte ich damit, dass der Kunde direkt bei meinem Mitarbeiter bestellte und mich damit aus der Gleichung warf. 

Mit dem Geld, das ich von meinem Kunden bekam, bezahlte ich den Mitarbeiter. Die Differenz zwischen Endpreis und Herstellungspreis bildete meinen Gewinn. Ich hatte mich von einem Freiberufler in einen Vermittler zwischen Hersteller und Kunden verwandelt.

Prinzipiell geht es beim Unternehmer sein immer darum, ein System zu entwickeln, das möglichst automatisch läuft und dabei Geld generiert. Der Unternehmer überwacht nur die Maschinerie und greift ein, wenn etwas nicht richtig läuft.

Aus diesem Blickwinkel ergeben sich genau drei Möglichkeiten, wie du unternehmerisch tätig werden kannst:

  • Du wirst Vermittler zwischen Hersteller und Kunde
  • Du machst E-Commerce und benutzt dafür ein Shop-System
  • Du vermietest irgendetwas

Alle drei Tätigkeiten musst du so optimieren, dass du sie während einer Reise ausführen kannst. Außerdem sollte das Kontrollieren deiner Maschinerie nicht den ganzen Tag in Anspruch nehmen.

Beim Vermittler könnte das so aussehen: Du bietest auf einer Webseite eine Dienstleistung an, die von Firmen benötigt wird. Zum Beispiel das Generieren von Leads oder Übersetzungen in eine andere Sprache. Der Kunde kauft auf der Webseite ein Paket, beispielsweise 1.000 Leads für 200 Euro.

Jetzt musst du jemanden finden, der die Dienstleistung 1.000 Leads generieren für deutlich weniger als 200 Euro durchführt, sagen wir für 100 Euro. Du beauftragst diesen Menschen, bezahlst ihn mit dem Geld, das der Käufer des Paketes bezahlt hat und lieferst das Paket mit 1.000 Leads an ihn aus. Die 100 Euro Preisdifferenz behältst du als Gewinn.

Ganz ähnlich funktioniert es beim E-Commerce. Du suchst jemanden, der eine bestimmte Ware herstellt. Dein Online-Shop ist quasi der Vermittler zwischen dem Hersteller und dem Kunden, der dieses Produkt benötigt. Auf den Herstellerpreis schlägst du deine Gewinnmarge drauf, fertig.

Mit Diensten wie Shopify kannst du den kompletten Abrechnungs- und Auslieferungsprozess automatisieren und erhältst eine hübsche Webseite dazu, die du individuell anpassen kannst.

Steht dieses System, musst du nur noch Werbung machen, damit die Käufer deinen Shop finden. Hast du keine Ahnung, wie das geht, beauftragst du einen Spezialisten. Viele von denen arbeiten auf Provisionsbasis. Du zahlst nur, wenn tatsächlich ein Verkauf erzielt wurde. Das bedeutet, du zahlst nur im Erfolgsfall. Außerdem bleibt dein Marketing-Spezialist dauerhaft motiviert, denn er möchte natürlich möglichst viel Provision verdienen.

Willst du etwas vermieten, bietet sich das Modell “Software as a Service (SaaS) an. Während du auf Reisen bist, kannst du deinem Mieter nicht selbst den gewünschten Gegenstand in die Hand drücken. Du brauchst etwas, das dein Kunde direkt im Internet bestellen und sofort nutzen kann, beispielsweise eine Software. Deinem Kunden wird Geld vom Konto abgebucht, so lange er die Software nutzt. Das ist SasS.

Die Königsklasse: Als Investor Urlaub machen und dabei Geld verdienen

Gehen wir noch einen Schritt weiter, genau so, wie es Robert Kiyosaki in seinem Buch macht. Du hast Erfahrung als Unternehmer gesammelt und dir ein System aufgebaut, das weitgehend automatisch Geld erwirtschaftet.

Was spricht dagegen, ein weiteres System zu kaufen, anstatt es selbst aufzubauen? Dank deiner Erfahrung weißt du, wie ein gutes System aussieht. Bietet jemand ein solches System für einen guten Preis an, schlägst du zu und kannst ab diesem Zeitpunkt von zwei Firmen leben, die Geld für dich verdienen.

Ohne unternehmerische Erfahrung solltest du das nicht machen. Und selbst dann gibt es immer ein Restrisiko. Betrachte diesen Tipp eher als ein Ziel, das du anvisieren kannst. 

Ich schwebe irgendwie zwischen Kiyosakis dritten und vierten Cashflow-Quadranten. Ich sehe mich weiterhin als Unternehmer, habe aber auch schon ein paar Investments getätigt. So lange keines meiner Systeme verrückt spielt, kann ich den Strand und die Sonne genießen. Ich schaue nur hin und wieder nach, ob alles läuft und habe alles so eingerichtet, dass ich frühzeitig gewarnt werde, wenn Hindernisse auftauchen.

Es gibt noch zahlreiche andere Möglichkeiten, mit denen du Reisen und Geld verdienen kannst. Ich sehe aber keinen Sinn darin, einfach alle aufzuzählen. Ich habe mich auf die beschränkt, die mir selbst am meisten geholfen haben. Und ich hoffe, dass sie auch Dir einen langen und möglichst entspannten Dauerurlaub ermöglichen. 

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