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Wie kann dein Geld für dich arbeiten? Die besten Tipps für 2021

Wie kann dein Geld für dich arbeiten? Dieser Beitrag zeigt es dir, ohne dabei in finanziellen Fach-Kauderwelsch abzurutschen.

Ganz egal, ob es nur um das Finanzieren der nächsten Reise geht oder ob du echten finanziellen Stress hast, weil du nicht mehr weißt, wie du die Miete zahlen sollst – Geldsorgen sind niemals angenehm oder wünschenswert.

Wenn du Rechnungen bezahlen oder einfach spontan einen sündhaft teuren Urlaub in Australien machen willst, brauchst du zusätzliches Einkommen. Daran führt kein Weg vorbei.

Aber wie soll das gehen, wenn du einen (schlecht bezahlten) Vollzeitjob hast und dir beim besten Willen nicht noch mehr Arbeit aufhalsen willst?

Ganz einfach! Du lässt dein Geld für dich arbeiten. 

Um das Kunststück hinzukriegen, musst du ein paar einfache Finanzregeln lernen, offen für Neues sein und ein paar Möglichkeiten und Tricks kennen, die dein Geld zum fleißigen Arbeiter machen.

Fangen wir an. Damit du dich leichter orientieren kannst, habe ich hier ein Inhaltsverzeichnis eingebaut.

Table of Contents

Nochmal: Wie kann dein Geld für dich arbeiten? Um diese Frage zu beantworten, musst du wissen wie diese ganze kapitalistische Finanz-Kiste funktioniert. Keine Angst, ich mache es dir so einfach wie möglich.

Wenn du nicht selbst für Geld arbeiten kannst oder willst, muss es jemand anderes tun, richtig? Aber wer soll den Job übernehmen?

Hier ist die Antwort: Vermögenswerte können für dich arbeiten. Das sind, ganz simpel gesagt, Dinge die Geld auf dein Bankkonto spülen. Je mehr dieser Vermögenswerte du besitzt, desto mehr Geld wird auf dein Konto gespült. Oder anders gesagt, desto mehr fleissige Arbeiter hast du.

Um mehr Einkommen zu erzielen, musst du demzufolge einfach nur mehr Vermögenswerte sammeln. Dazu zählen Aktien, Immobilien, Anleihen, Firmen und dergleichen mehr.

Das Gegenteil vom Vermögenswert ist die Verbindlichkeit. Dieses Ding nimmt dir Geld weg. Dazu gehören dein Auto, deine Mietwohnung, dein Netflix-Abo, Steuern und vieles mehr.

Ein paar Verbindlichkeiten sind notwendig, oft sogar lebensnotwendig. Du kannst unmöglich auf sie verzichten. Aber es schadet nichts ein paar unwichtige Sachen auszumisten. Das nennt man Sparen.

Hast du mehr Vermögenswerte als Verbindlichkeiten, sammelt sich Geld auf deinem Konto. Es kommt mehr rein als raus geht. Hast du diesen Zustand erreicht, arbeitet dein Geld für dich. Du baust vollautomatisch Vermögen auf.

Bei den Vermögenswerten, die du sammeln kannst, gibt es verschiedene Arten, oder wie der Banker sagt: Anlageklassen. Werfen wir mal einen näheren Blick darauf:

Wie kann dein Geld für dich arbeiten?

Die erste Möglichkeit, dein Geld für dich arbeiten zu lassen, sind Vermögenswerte, die mit der Zeit wertvoller werden. Dazu zählen Oldtimer, wertvolle Pokemon-Karten und mit Einschränkungen auch klassische Anlagen wie Aktien, Anleihen und Immobilien.

Sammelst du solche Vermögenswerte, gehst du davon aus, dass ihr Wert in Zukunft steigen wird. Du kaufst etwas für 100 Euro und hoffst, dass du es in ein paar Jahren für 500 Euro verkaufen kannst. Die Frage Wie kann dein Geld für dich arbeiten? ist beantwortet.

Das Schöne an diesen Vermögenswerten ist, dass du – abgesehen vom Kaufen und Verkaufen – keine Arbeit reinstecken musst. Du kaufst es, wartest bis der Preis gestiegen ist, dann verkaufst du es.

Der Haken ist, dass du dich mit diesen Vermögenswerten auskennen musst. Kaufst du irgendein Wertpapier, ohne zu wissen, was du da eigentlich kaufst, wird die Anlage zum Risiko. Du kannst nicht vorhersagen, ob der Wert steigt oder fällt.

Investierst du etwas Zeit in profunde Finanzbildung, indem du ein Buch wie dieses hier liest, sinkt das Risiko fast auf Null.

Ein Restrisiko bleibt natürlich immer, du brauchst nur an die Corona-Pandemie zu denken. Es könnte auch irgendwo ein Vulkan ausbrechen oder ein Asteroid auf der Erde einschlagen und die Finanzmärkte schwächen.

Je mehr du über den Vermögenswert, den du kaufen willst weißt, desto geringer ist dein Risiko. 

Denke nicht nur an die Welt der Aktien und Börsen. Ich kenne jemanden, der weiß wie er günstig an seltene Spielkarten für Pokemon und Magic The Gathering kommt. Weil er sich mit diesen Spielen gut auskennt, weiß er genau welche Karten in Zukunft wertvoll werden. Solche Karten kauft er so lange sie billig sind. Dann wartet er ein paar Monate und verkauft sie für den zehn- bis zwanzigfachen Preis. 

Ich selbst würde mit diesen Karten höchstwahrscheinlich Geld verlieren, weil ich mich damit viel zu wenig auskenne. Ich müsste mir erst das nötige Fachwissen aneignen, bevor ich in diesen Markt einsteigen kann.

Natürlich könnte ich auch meinen Freund damit beauftragen für mich mit den Spielkarten zu handeln. Dafür biete ich ihm einen Teil meines Gewinns, sagen wir 10 Prozent.

Das machen viele Leute. Sie gehen zu einem Bankberater oder Fondsmanager und beauftragen ihn mit der Verwaltung ihrer Vermögenswerte. Die Kunst besteht darin, jemanden zu finden, der sein Handwerk wirklich versteht. Solche Leute sind sehr, sehr selten. 

Vermögenswerte, die Einkommen generieren

Die zweite Möglichkeit sind Vermögenswerte, die möglichst sofort Geld auf dein Konto spülen. Dazu zählen vermietete Immobilien, gekaufte Unternehmen, Automaten, die du irgendwo aufstellst und mit Einschränkungen auch dividendenstarke Aktien, Anleihen und Kredite, die du anderen gewährst.

Hauptzweck dieser Vermögenswerte ist es, dir kurzfristig Einkommen zu generieren. Wenn du eine vermietete Wohnung kaufst, bekommst du sofort die Mieteinnahmen und kannst das Objekt auch noch als Gewerbeimmobilie von der Steuer absetzen.

Ein Problem ist, dass du die Wohnung hin und wieder renovieren musst. Anders gesagt, du musst Geld nachschießen. Abgesehen davon können Immobilienpreise generell steigen oder fallen.

Selbst gebaute Vermögenswerte

Aber wie kann dein Geld für dich arbeiten, wenn du kein Geld hast, um dir die oben genannten Vermögenswerte anzuschaffen? In diesem Fall baust du den Vermögenswert einfach selbst.

Bei dieser Variante investierst du kein Geld, sondern Zeit. 

Stell dir vor, du gehst auf einen Schrottplatz und besorgst dir dort eine Glasscheibe und zwei alte Autoreifen. Der Schrotthändler verlangt für alles zusammen 10 Euro. Weil du ein findiger Bastler bist, baust du aus den Reifen und der Glasplatte einen hübsch aussehenden Wohnzimmer-Tisch. Den verkaufst du auf einem Wochenmarkt für 300 Euro.

Digitale Produkte sind noch besser, weil du sie mehrmals verkaufen kannst, nachdem du sie einmal gebaut hast. Zu diesen Produkten zählen E-Books, Online-Kurse, selbst komponierte Musik und Fotografien.

Beim digitalen Produkt investierst du etwas Zeit und Mühe, um etwas zu erschaffen, das für andere Menschen wertvoll ist. Später investierst du nochmal etwas Zeit in die Vermarktung. Für den Verkauf, die Auslieferung und die Rechnungsstellung kannst du entweder einen Marktplatz wie Amazon oder ein voll automatisiertes, kostenloses Shopsystem nutzen.

Zeit oder Geld investieren?

Egal, für welche Art von Vermögenswert du dich entscheidest, es steht immer eine zentrale Frage im Raum: Willst du Zeit oder Geld investieren?

Bei den ersten beiden Anlageklassen kannst du dir entweder genug Fachwissen aneignen, um das Risiko zu senken oder einen Fachmann mit dem Einkauf und der  Verwaltung dieser Vermögenswerte beauftragen. Im ersten Fall investierst du Zeit, im zweiten Fall Geld.

Auch bei selbst gebauten Vermögenswerten stellt sich die Frage. Du kannst ein E-Book selbst schreiben oder einen Ghostwriter damit beauftragen. Alternativ kannst du auch ein fertiges Buch mit PLR-Lizenz kaufen und es mit deinem eigenen Namen veröffentlichen.

Die Vermarktung des Produktes kannst du ebenfalls jemandem anvertrauen. Auf Plattformen wie Fiverr findest du Leute, die dein Buch bewerben oder sich um den Verkauf kümmern. 

Den technischen Fortschritt nutzen

Was du keinesfalls tun solltest, ist mit völlig veralteten Methoden herum klempnern. 

Sagen wir als Beispiel, dass du in Aktien investieren willst. Wenn du den Text bis hierher gelesen hast,weißt du, dass solche Vermögenswerte ein Risiko bergen und dass du dieses Risiko durch profunde Finanzbildung fast auf Null senken kannst.

Alternativ kannst du einen Finanz-Fachmann mit dem Kauf und der Verwaltung deiner Aktien beauftragen. Dafür sind unter anderem Fonds-Manager zuständig.

Du hast also die Wahl, dir entweder das Fachwissen eines Warren Buffett anzueignen, was dich eine Menge Zeit kostet. Oder du beauftragst einen Fachmann, was dich eine Menge Geld kostet.

Es gibt noch eine Möglichkeit: Du nutzt einen Robo-Advisor. Das ist ein Computerprogramm, das einfach die Strategien von erfolgreichen Anlegern wie Warren Buffett nachahmt. Der Robo-Adviser kauft für dich die gleichen Aktien, die Buffett hat im gleichen Verhältnis und legt sie in dein Portfolio. Der simple Hintergedanke: Wenn Buffett mit dieser Strategie Gewinn macht, sollte das auch bei dir der Fall sein.

So ein Robo-Adviser kostet ein bisschen Geld, ist aber deutlich günstiger als ein menschlicher Fonds-Manager.

Es gibt auch Dienste, die dir bei der Bewertung von Immobilien, beim Erstellen von Online-Kursen und bei vielen anderen Dingen helfen.

Versuche nicht alles selbst und ständig zu machen, schau dich nach Dingen um, die dir kostengünstig die Arbeit erleichtern oder ganz abnehmen. So gerätst du nicht in die Selbst-und-Ständig-Falle.

Denke immer daran, dass Zeit dein wertvollster Vermögenswert ist. Sei damit so geizig wie möglich.

Im Hinblick auf die Frage Wie kann dein Geld für dich arbeiten? heißt das einfach, dass du deinen wertvollsten Vermögenswert so intelligent wie möglich einsetzt.

Die 5 besten Vermögenswerte, bei denen du Geld investieren musst

Möchtest du Geld statt Zeit investieren, solltest du dir die folgenden Vermögenswerte genauer anschauen. Sie generieren eine gute Rendite und das Risiko hält sich in Grenzen, sofern du dich vorher finanziell weitergebildet und ausgiebig über die Art der Anlage informiert hast.

Grundsätzlich gilt: Je mehr Geld du einsetzt, desto höher fällt die Rendite aus. Investierst du nur 100 Euro in einen Vermögenswert, der 5 Prozent Rendite generiert, verdienst du 5 Euro. Investierst du in den gleichen Vermögenswert 10.000 Euro, verdienst du 500 Euro.

Natürlich wird auch Risikobereitschaft belohnt. Je höher das Risiko, desto höher die Rendite. Sei an dieser Stelle nicht zu gierig, du willst dein Geld nicht unnötig verzocken. Reduziere lieber das Risiko ein wenig und erhalte dafür die Garantie, dass der Vermögenswert deine nächste Reise finanziert.

Immobilien

Betongold war schon immer ein guter Vermögenswert, aber nur wenn du das Haus oder die Wohnung nicht selbst nutzt. Vermietest du das Objekt, erhältst du monatlich die Einnahmen aus der Miete. Zusätzlich kannst du deine Steuerlast nach unten drücken, indem du die Immobilie als Gewerbeimmobilie abschreibst.

Der Plan funktioniert nur, wenn sich die Immobilie in einer guten Lage befindet. Zieht der Mieter aus, musst du dafür sorgen, dass schnellstmöglich wieder jemand einzieht. Ohne Mieter hast du keine Mieteinnahmen. 

Das nötige Fachwissen über die Nutzung von Immobilien als Kapitalanlage kannst du dir aus diesem Buch , das von der Fachzeitschrift Finanztest veröffentlicht wurde, holen.

Es gibt noch eine Möglichkeit: Auf dieser Seite kannst du auch mit geringen Beträgen in Immobilien investieren und erhältst dafür zwischen 5 und 7 Prozent Zinsen. Es gibt keinen Mindestbetrag, den du investieren musst und gelegentlich startet der Anbieter Werbeaktionen, bei denen du 10 Euro Startkapital geschenkt bekommst.

Anleihen

Investierst du in Anleihen, handelst du wie eine Bank. Du leihst einem Staat oder einer Firma für eine bestimmte Zeit Geld und erhältst dafür Zinsen. Anleihen kannst du hier kaufen, sie werden gehandelt wie gewöhnliche Aktien.

Das nötige Fachwissen über Anleihen kannst du aus diesem Buch beziehen.

Anleihen gelten als sichere Vermögenswerte, deshalb ist die Rendite relativ gering. Wie sicher diese Anlage ist, hängt davon ab wie zuverlässig beispielsweise ein Staat, das ist dein Kreditnehmer, das Geld zurückzahlt. 

Deutschland verfügt über viel Vermögen und kann deshalb das Geld leicht und zuverlässig zurückzahlen. Dementsprechend wenig Zinsen generiert eine Bundesanleihe. Andere Staaten wie Italien und Griechenland sind deutlich unzuverlässiger und befinden sich in einer schwierigen Wirtschaftslage. Sie brauchen dringend Geld, aber für dich als Kreditgeber besteht ein hohes Risiko. Dementsprechend hohe Zinsen verlangst du für die Anleihe. Bei manchen Ländern sind 10 bis 20 Prozent drin.

Ich kaufe meine Anleihen immer bei diesem Anbieter, weil er zuverlässig ist und nur wenig Gebühren verlangt. Als Alternative empfehle ich dir Trade Republic.

P2P-Kredite

Du willst dein Geld nicht Banken, Staaten und Firmen leihen? Bei diesem Anbieter leihst du es Privatpersonen und bekommst dafür zwischen 8 und 15 Prozent Zinsen.

Wie bei jedem Kreditgeschäft hängt das Risiko vom Kreditnehmer ab. Banken verwenden den Schufa-Score, um das Risiko einschätzen zu können, mein Anbieter verwendet ein ähnliches Bewertungssystem, das die Kreditnehmer in Risikoklassen einteilt.

Leihst du dein Geld nur zuverlässigen Menschen mit einem hohen Rating, bekommst du weniger Zinsen als wenn du es Leuten mit schlechtem Rating gibst.

Um das Risiko zu streuen, kannst du dein Geld auf mehrere Kreditnehmer verteilen und dir einen Mix aus zuverlässigen und weniger zuverlässigen Rückzahlern zusammenstellen. Fällt einer dieser Kreditnehmer aus, verlierst du nicht dein ganzes Geld, sondern nur einen kleinen Teil davon.

Dividendenaktien

Genau wie Anleihen, kannst du Dividendenaktien extrem günstig bei diesem Broker kaufen. Es geht aber nicht darum Kursschwankungen von Aktien auszunutzen, stattdessen kaufst du Anteile von Unternehmen, die zuverlässig Dividenden auszahlen.

Um solche Aktien aufzuspüren, verwende ich meistens Yahoo Finance. Dieser Dienst zeigt mir an, wie oft das Unternehmen Dividenden auszahlt und wie hoch die Dividendenrendite ist.

Dieses Buch hilft dir dabei Dividendenaktien zu verstehen und erklärt auch, wie du die besten Vermögenswerte aus dem Markt heraus pickst.

Du kannst dir die Sache auch einfacher machen und einfach einen Dividenden-ETF kaufen. Das ist ein Wertpapier, in dem die besten Dividenden-Aktien enthalten ist. Ein gutes Beispiel dafür ist der iShares STOXX Global Select Dividend 100 UCITS ETF. Er wirft im Schnitt 4,15 Prozent Dividendenrendite im Jahr ab, davon werden nur 0,46 Prozent an Gebühren abgezogen.

Ein Online-Business kaufen

Du kannst entweder eine normale Firma oder ein Online-Business kaufen. Der Vorteil beim Online-Business ist, dass du mit deutlich weniger Geld einsteigen kannst.

Wie teuer dieser Vermögenswert ist, hängt davon ab, wieviel das Geschäft im Moment erwirtschaftet. 

Kaufen kannst du fertige Online-Geschäfte auf Flippa oder auf dem Shopify Marketplace. Die Preise dafür reichen von 20 bis mehrere Millionen Euro.

Der Vorteil beim Online-Business kaufen besteht darin, dass du die gesamte Aufbau- und Gründungsphase überspringst. Dein neues Geschäft ist bereits online und erwirtschaftet Geld. Du musst es nur pflegen und ausbauen.

Wie bei allen Vermögenswerten besteht auch hier ein gewisses Risiko, du solltest dir genau anschauen, was du kaufst und zumindest eine Grundahnung von dem Geschäft haben. Kaufst du beispielsweise einen WordPress-Blog, der Einnahmen durch Werbelinks generiert, wirst du in Zukunft neue Blogbeiträge zu einem bestimmten Thema schreiben müssen, um die Sache voranzutreiben. Kaufst du einen Shopify-Store mit Damenschuhen, musst du wissen, wie du neue Kunden für dieses Produkt begeisterst und wo du am besten Werbung schaltest. 

Die 6 besten Vermögenswerte, bei denen du Zeit investieren musst

Hast du kein Geld, musst du dir deine Vermögenswerte selbst bauen und demzufolge Zeit und etwas Arbeit Investieren. Bei einigen Beispielen gibt es Einstiegskosten. Um beispielsweise einen Blog zu betreiben, brauchst du einen Webhoster und eine Domain. Diese Einstiegskosten sind aber in der Regel sehr niedrig.

Ein eigener Blog

Bleiben wir gleich bei diesem Beispiel. Auf dem eigenen Blog schreibst du Artikel zu einem bestimmten Thema und baust Werbelinks in deine Beiträge ein. Du kannst auch Banner einblenden lassen, aus meiner Erfahrung kann ich dir aber sagen, dass diese Art der Werbung so gut wie tot ist. Die meisten Internet-Nutzer haben eine Resistenz gegen Werbebanner entwickelt und beachten sie einfach nicht. Oder sie verwenden einen Ad-Blocker und sehen die Dinger erst gar nicht.

Empfehle grundsätzlich nur Produkte, die zu deinem Blog-Thema beziehungsweise den Interessen deiner Besucher passen. Hier auf meinem Blog findest du hin und wieder Empfehlungen aus der Reiseindustrie und auch welche zu Finanzprodukten, die besonders gut für die Reisefinanzierung geeignet sind. Ich wähle diese Angebote nicht zufällig aus oder weil sie besonders viel Provision generieren. Stattdessen empfehle ich dir nur Sachen, die ich auch meinem besten Freund empfehlen würde.

Was passiert dadurch? Es entsteht echtes Vertrauen. Mit der Zeit weißt du, dass ich dir keinen Bullshit empfehle und deshalb bist du irgendwann bereit öfter auf meine Werbelinks zu klicken. Wenn der es empfiehlt, dann muss es gut sein…

Das Problem beim Bloggen ist, dass es einige Mühen und Zeit erfordert. Die Konkurrenz ist riesengroß und Google, das für deine Sichtbarkeit sorgt, ändert ständig seine Spielregeln. 

Baue nur dann einen Blog, wenn du wirklich gerne schreibst und für ein bestimmtes Thema brennst.

Eine gute Starthilfe bieten dir dieses Buch. Hier erfährst du alles, was du für den Aufbau eines profitablen Blogs wissen musst.

Ich würde mich freuen, dich bald in der Bloggerszene begrüßen zu dürfen.

YouTube-Kanal

Schreiben ist nicht dein Ding? Mit einem YouTube-Kanal erhältst du deinen eigenen Fernseh-Kanal! Es funktioniert wie bloggen, nur dass du hier Videos drehst.

Auch auf YouTube ist die Konkurrenz gewaltig. Es ist immer leichter Videos zu produzieren, du kannst sie sogar vollautomatisch produzieren lassen. Dementsprechend viele Filme werden dort täglich hochgeladen.

Hast du auf YouTube 1.000 Abonnenten gesammelt und 4.000 abgespielte Filmminuten erreicht, kannst du Werbeanzeigen einblenden lassen und dafür Geld kassieren.

Alternativ kannst du in die Videobeschreibung Werbelinks einbauen und auch einen Kommentar, der so einen Link enthält anpinnen.

So wie beim bloggen jeder einzelne Beitrag einen Vermögenswert darstellt, der Geld generieren kann, stellt auch jedes YouTube-Video so einen Wert dar. Oft zahlt sich die Mühe, die du dir beim drehen gegeben hast erst nach Monaten aus.

Je mehr Beiträge oder Videos du veröffentlichst, desto wahrscheinlicher ist es, dass du damit Geld verdienst.

Halte dich einfach an den besten YouTube-Tipp, den es gibt: Just keep uploading.

Bücher, Ebooks und Magazine

Bücher schreiben ist ein sehr schönes Hobby, bei dem echte Vermögenswerte entstehen. Ich habe daraus sogar einen Lifestyle gemacht. Wenn ich reise, erlebe ich viele Dinge, die sich später zu einem Buch verarbeiten lassen. Natürlich bin ich nicht der Erste, der auf diese Idee gekommen ist. Autoren wie Ernest Hemingway und Paul Theroux haben es vorgemacht.

Beim Buch hast du die Wahl zwischen Self-Publishing und Verlag. 

Machst du alles selbst, musst du dich neben dem Schreiben auch um die Vermarktung und eventuell den Druck und die Auslieferung kümmern. Es wird ein wenig einfacher, wenn du dein Buch auf einem Marktplatz wie Tolino oder Amazon anbietest. Diese Dienste nehmen dir viel Arbeit ab und kassieren dafür eine Gebühr, die aber nur anfällt, wenn du tatsächlich etwas verkaufst.

Unterschreibst du einen Autorenvertrag bei einem Verlag, kümmert sich dieser um das Marketing und die Auslieferung. Du als Autor erhältst einen prozentualen Anteil am Gewinn, der durch die Buchverkäufe erzielt wird. Bei den guten Verlagen erhältst du zusätzlich einen Vorschuss für die Buchproduktion.

Egal, was du machst, beides ist mit viel Fleiß und Arbeit verbunden. In einen Verlag schaffst du es nur über einen Literaturagenten, der auch seinen Anteil von deinem Gewinn abzieht. Stephen King sammelte stolze 1.238 Absagen, bevor sich jemand gnädig genug zeigte, um sein erstes Buch “Carrie” zu veröffentlchen. Irgendwo habe ich das Gerücht gelesen, dass eine gewisse Joanne K. Rowling doppelt so viele Absagen einkassiert hat und ihr inzwischen berühmtes Buch nur deshalb veröffentlicht wurde, weil irgendein entfernter Verwandter jemanden über drei Ecken kannte, der in einem Verlag arbeitet.

Self-Publishing ist mindestens genau so hart. Aber es hat, meiner Meinung nach, einen riesigen Vorteil. Wenn du es schaffst, dir eine Leserschaft aufzubauen und Bücher zu verkaufen, dann ist es deine Leserschaft. Sie stellt einen ganz eigenen Vermögenswert dar, den du immer wieder mit neuen Büchern füttern kannst. Veröffentlichst du über einen Verlag, gehört die Leserschaft dem Verlag.

Es ist auch möglich eigene elektronische Zeitungen zu veröffentlichen. Das musst du natürlich jeden Monat oder jede Woche machen. Werbekunden können, wie bei einer traditionellen Zeitung, Anzeigenplätze in deinem Online-Magazin buchen.

Wieviel Geld du verdienst, hängt entweder von den Konditionen deines Autorenvertrags ab, oder davon wie viele zahlende Leser du selbst gewinnen kannst.

Online-Kurse

Du weißt etwas? Auf Plattformen wie Udemy und Teachable kannst du dein Wissen in Form eines Online-Kurses vermitteln. Alternativ bietest du dein Kurspaket auf der eigenen Webseite oder auf einem speziellen Marktplatz wie Digistore24 zum Kauf an.

Der Preis, den du für deinen Kurs verlangen kannst, hängt davon ab, wie qualitativ hochwertig er ist und welche Art von Wissen du vermittelst. Bringst du jemandem bei, wie man WordPress installiert, wirst du nicht viel Geld verdienen. Erstens kann man das überall im Internet nachlesen, zweitens gibt es Webhoster, die das für dich mit einem Klick erledigen. Vermittelst du hingegen spezielles Fachwissen für Architekten, hast du nicht nur eine solvente Zielgruppe gefunden, dieses Wissen ist auch deutlich mehr wert.

Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass die Erstellung eines guten Online-Kurses sehr viel Arbeit macht und oft Wochen dauert. Andererseits bringt mein erster, inzwischen über drei Jahre alter Kurs immer noch Geld ein. Ich habe einmal hart gearbeitet und profitiere dafür mindestens drei Jahre davon. Das war die Mühe wert.

Fotografien

Ja, du kannst mit Bildern Geld verdienen – aber nicht so, wie es dir überall im Internet erzählt wird.

Tatsache ist, dass Dienste wie Shutterstock und iStock den Markt für Bilder weitestgehend zerstört haben. Wir Fotografen sind daran mit schuld. Jahrzehntelang haben wir unsere schönsten Kunstwerke auf diese Seiten hochgeladen und dafür wahnsinnige 10 Cent pro verkauftem Bild erhalten. 

Zum Vergleich: Bevor es diese Dienste gab, zahlten Fotoagenturen wie Corbis zwischen 500 und 25.000 Euro für ein einzelnes Foto. Gleiches gilt für Verlage, die sich heute lieber für 50 Cent ein Bild bei iStock besorgen.

Bilder sind wertlos, aber du kannst Geld für die Veröffentlichungsrechte kassieren. Dafür musst du sie in jedem Fall auf einer eigenen Website anbieten. Das Ausliefern und Abwickeln des Bezahlvorganges erledigen WordPress-Plugins wie Woocommerce oder das automatisierte Shopsystem von Shopify. Es gibt auch Dienste wie Fotograf.de, die sich speziell auf die Bedürfnisse von Fotografen eingestellt haben.

Noch ein Tipp aus meinem Nähkästchen: Das meiste Geld verdienen Fotografen heute mit Online-Kursen.

T-Shirts und andere bedruckte Gegenstände

Auf Plattformen wie Teespring kannst du Texte und Designs hochladen und das Zeug auf T-Shirts, Tassen und anderes Zeug drucken lassen.

Auch solche Gegenstände können einen Vermögenswert darstellen, wenn du sie richtig vermarktest. Bei den meisten Anbietern zahlst du einen Grundpreis für das T-Shirt und addierst deine Gewinnmarge dazu. Kauft ein Kunde das Produkt, übernimmt Teespring das Bedrucken, die Auslieferung und die Zahlungsabwicklung für dich.

Jetzt bist du an der Reihe. Entscheide dich dafür, ob die Vermögenswerte kaufen oder selbst bauen willst und leg los. Sammle so viele wie möglich davon und achte immer darauf, dass du mehr Vermögenswerte als Verbindlicheiten hast. Du wirst staunen, wie schnell sich deine Reisekasse füllt.

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